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SpielWelt - WebBook - Teil 1  Seiks-Sternenturm
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URSIDAE
   Fuer eine Schrecksekunde sind alle Meuterer an Deck wie erstarrt. Kajim`s lang glotzen alle an den leeren Fleck, wo sich eben noch Ursidae zitternd vor Angst an der Reeling festgekrallt hat. Alles, was von ihm uebring bleibt, ist seine Aura. Die Laisviejda strahlt nach wie vor in reinem Gelb und erwartet Befehle vom Kapitain, die jetzt nicht mehr kommen.    „Scheiße“. Seiks spuckt es regelrecht aus und fasst sich an die Stirn. Dass Ursidae sich vor Kaempfen drueckt, um seine Haut zu retten, ist ja bekannt. Aber das der elende Feigling nicht mal so tut, als wuerde er seine Ehre retten, sein Schwert ziehen und kaempfen. Nein.    „Scheiße? Wie Scheiße? Was soll das heißen, Seiks? Was ist Scheiße?“ Kumos blickt ein wenig unsicher und ratlos in die Runde der Meuterer. Er war nicht der hellste Kopf und bekam wieder mal gar nichts mit.    „Scheiße, Scheiße, Scheiße!“ Seiks geht auf der Stelle hin und her und ueberlegt fieberhaft, kratzt sich dabei staendig am Kopf gestikuliert wild. Sein Blick geht unruhig zwischen dem dunklen Fleck am Sternenturm und Yronette hin und her. Die dunkel- haeutige Schoenheit mit den dicken, geschwungegenen Rastalocken ist ein einziges Geheimnis, und ihre Miene verraet nur missbilligung und einen Ausdruck von, Dein Plan, Dein Problem. Einer, nach dem anderen, senkt die Waffe und starrt auf das bedrohlich aussehende Dunkel, vor ihnen. Keiner macht anstallten, Ursidae zu folgen. Artifice laesst seinen Blick ueber die Meute schweifen, raeuspert sich und setzt sein Strahlelaecheln auf. Laessig lehnt er am Masten, die Haende vor der Brust verschrenkt. Sein Zylinderhut, gespickt mit Flammenwerfer und Raketen tief im Gesicht, was ihm ein heroisches Aussehn verleiht.     „Ich will mich ja in Eure Meuterei nicht einmischen, aber wenn der noch amtierende Kapitain mit seiner Macht davon ist, wie wollt ihr das Schiff denn jetzt bewegen, bis die Arachnidenarmee eintrifft, mhm?“ Um die Dramatik zu steigern betrachtet er seelen- ruhig seine Fingernaegel. Reschina frohlockt im Hintergrund und schmachtet ihn verliebt an, waehrend auch Kumos endlich nach ewigen Loecher in die dunkle Wand starren begreift, was los ist. Wuetend geht er auf Seiks los.    „Du bloeder Pups eines Seitan, Seiks! Hast gesagt das Mittel hilft, ihn zu verwirren. Wir sollen nur ein wenig erschrecken, damit Du ihm dann die Macht abnehmen kannst. Ganz einfach. Die Rhawyan, ein schoener Zufall, hast gesagt, ganz einfach. Dann bringst das Schiff wieder auf Kurs, ganz einfach. Und die Arachniden merken nix, ganz einfach, weil der Arachnid weg ist. Aber der Kerl ist verwirrt und jetzt auch weg mit der Macht, nicht mehr einfach!“ Zustimmendes Gemurmel und dann reden alle durcheinander auf Seiks ein.    Seiks fuehlt sich mittlerweile aehnlich, wie Ursidae eben noch und faengt zu schwitzen an. Sein Verstand rattert auf Hochtouren. Er hat sich das alles ganz anders vorgestellt. Auf der langen Fahrt wollte er Ursidae schon laengst ueberwaeltigt haben, das Komando uebernehmen und das Schiff wieder auf Kurs nach Nemundur schicken. Das Mittel, dass er ihm in Arjen verabreicht hat, haette ihn unschaedlich machen sollen und alles waere ein Klacks gewesen. Der Arachnid war schon lange vorher aus dem Weg und niemand haette etwas gemerkt. Die Meuterer auf seiner Seite und die Verweigerer in Arjen an Land gesetzt. Das war der Dael dafuer, dass sie die Schnauze halten. Und das Auftauchen der Rawyhan haette ihm sogar eine Rechtfertigung fuer das Reich geliefert. Jetzt sind sie am Turm, Qelis von der Route entfernt und wahrscheinlich schon auf der Transportliste in den Tod, denn das dunkle Reich muss inzwischen bemerkt haben, dass sie nie in Nemun- dur angekommen sind. Der Mob wird ihn lynchen und warum? Weil dieser vertrottelte Moechtegernkindskopf sich ploetzlich an seine Macht erinnert und sie sogar noch gegen ihn benutzt, verdammt. Er selbst hat fast die ganze Fahrt hierher gebraucht, sich aus Ursidae`s Zwang zu befreien. Und dann fluechtet der Trottel ausgerechnet mit seiner Macht in den Turm hinein und laesst sie hier draußen sitzen. Weiß er denn nicht, dass hier alle an eine Bestie glauben, die gar nicht ... ?“    „Und wer geht jetzt rein, und holt die Befehlsgewalt raus?“ Die Stimme von Artifice reißt Seiks aus seinen Gedanken. Er spricht mit gesenktem Kopf in die Runde und fixiert dann genau ihn, blickt ihn direkt in Augen. „Mhm, ohne Namen zu nennen, aber es ist Deine Idee gewesen, das Ruder zu uebernehmen. Wir Inghros sollten uns raushalten und ab Arjen getrennte Wege gehen. Also, wirst Du ihn entweder zurueckholen und zwingen, zu navigieren. Oder Dir sonstwie die Macht von ihm holen und das Schiff schleunigst auf Kurs bringen, Freundchen.“ Artifice zueckt bei den letzten Worten eine seiner groesseren Babies und ziehlt genau auf Seiks Kopf.      „Wir sollten ihn nur erschrecken, hast gesagt, ganz einfach. Dann kannst du ihn ueberwaeltigen und in Nemundur absetzen. Aber musstest unbedingt warten, wie er sich immer mehr in die Hosen scheißt.“ Kumos hebt seine Armbrust und zielt ebenfalls auf Seiks Kopf.    „Du gehst dort rein und holst es raus. Und beeil Dich.“ Die Meute wird immer lauter.    „Dein Plan. Du gehst da rein und holst es.“ Kumos wiederholt es langsamer. Seiks hat kein einziges Wort gesprochen. Mit schweigenden Entsetzen starrt er in die Gesichter der Meuterer und Verweigerer, die inzwischen alle ihre Waffen auf seinen Kopf richten.     „Wenn wir alle ihm nachlaufen, sind wir schneller wieder auf Kurs. Wir sollten jeder ... .“, beginnt er vorsichtig. Doch Silka drueckte sofoert seine Mistgabel an Seiks Hals und schiebt ihn weiter an die dunkle Wand.     „Bist Du jetzt vollkommen vom Klabauter verlassen? Keiner von uns stellt sich dem, was da drin ist. Der Tod lauert dort. Du kennst die alten Legenden. Du weißt, was sie sagen, ueber die Bestie, die dort drin lauert. Ursidae hat es selbst gesagt, die Halle ist feucht. Und warum ist sie das? Weil das Wassermonster da drin den Alten bewacht.“    Seiks versucht die Gabel von Silka wegzuschieben, scheitert aber klaeglich, da er ruecklings fast schon mehr ueber der Reeling haengt, als noch an Deck steht. „Nichts, als Legendas und Mythen.“ stammelt er. „Keiner hat das Biest je gesehen. Der kleine Hosen- scheißer ist da einfach rein. Und wenn der das kann, dann koennen wir das auch... .“  Verzweifelt versucht Seiks die Meute zu ueberreden. Er weiß, dass es da drin kein Monster gibt, aber wie soll er das auf die Schnelle erklaren? Er war offiziell noch nie hier.    Kumos haelt seine Armbrust genau auf Seiks linkes Auge. „Willst Dein linkes Auge behalten? Mhm? Der Typ da drin hat nicht mehr alle Loeffel im Hosensack. Faselt immerzu von Freiheit und dem Sternenspiel des Traeumers im Schlaf. Hochgradig gefaerliche Gedanken, die uns nur Schererreien bringen. Wie jetzt, klar! Und zu dumm, dass er gar nicht weiß, was da drin auf ihn lauert. Du hast uns hierher gebracht, also holst Du seine Macht da raus. Notfalls aus dem Bauch des Monsters.“    Seiks wehrt sich noch einen Moment, dann seufzt er und gibt auf. Sie vertroedeln nur Zeit. „In Ordnung, ganz einfach. Ich geh rein.“      Silka lockert seine Gabel weit genug, so dass Seiks unbeholfen in die dunkle Oeffnung klettern kann. Kaum ist er verschwunden, kreischt Reschina auf und zeigt panisch mit den perfekt lackierten Fingernaegeln auf den oberen Bereich der dunklen Oeffnung.
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Lijwhan
   Fuer einen Kajim ist dort oben ein Lijwhan festgebannt. Einen, den Reschina noch nie auf dem Schiff gesehen hat. Ein Lijwhan in Tiergestalt, den nur ein maechtiger Tawo besitzt. Der Lijwhan eines Kaempfers. Reschina starrt auf die leuchtend gruene, gehoernte Erscheinung und kaut auf den perfekten Fingernaegeln herum, bis nichts mehr zum Lackieren uebrig ist. Doch niemand beachtet den tuntigen Barbier, der immer theatralisch eine Szene macht. Er ist der Einzige, der diesen Lijwhan erblickt, waehrend die Mannschaft gebannt auf das untere dunkle Schwarz gafft.     „Großer Traeumer, steh uns bei.“ murmelt Reschina vor sich hin und kauert sich zusammen. Wenn das, was er eben gesehen hat, wahr ist, ist das Biest da drin ihr geringstes Problem.       Waehrend Reschina in Angst zerfließt werden Cura und Yronette, die sich im Hintergrund der Meute gehalten haben auf einen nah an der Laisviejda vorbeihuschenden, tuerkisblauen Lichtblitz aufmerksam. Die beiden Frauen blicken verwundert in die Runde, aber keiner der Maenner reagiert, sondern alle gaffen weiterhin die dunkle Wand an und hoffen auf ein Wunder. Cura und Yronette tauschen einen fluechtigen Blick des verstehen aus und stehlen sich vorsichtig und unbemerkt hinauf aufs Oberdeck. Yronette laesst geistesgegenwaertig den Steuerraum milchig trueb werden, damit sie niemand sehen kann. Ursidae besitzt zwar die Navigation des Schiffes, aber alle anwesenden sind nach wie vor in der Lage, der Glasdurchsicht Befehle zu geben.     Beide Frauen naehern sich vorsichtig dem Heck und erfassen einen uralten Mythos.     „Was zum Großen Rashad hat er hier draußen zu suchen?“ Cura haelt entsetzt ihre Hand vor den Mund. Yronette nimmt eine Bewegung hinter sich wahr. Blitzschnell zueckt sie einen Dolch in der Drehung und haelt es dem Angreifer an den Hals. Als sie erkennt, das es Artifice ist, entspannt sie sich und steckt den Dolch weg.     „Ist Dir jemand gefolgt?“ fragt in Cura.    „Die glotzen alle auf das dunkle Loch und hoffen auf die Rueckkehr des einen Deppen.“ Dann aendert sich sein Gesichtsausdruck, als er entdeckt, was hinter ihr ist. Er schiebt Cura und Yronette zur Seite und geht mit weit offenen Mund zur Reeling. Auf dem Wasser kniet ein Mann mit nacktem Oeberkoerper, die Arme weit ausgestreckt, den Kopf elegant auf das Meer verneigt. Sein tuerkisblauer Lijwhan unter ihm verhaelt sich wie ein Surfbrett auf einer Welle, der in seinem Ruecken zu zwei Fluegeln auslaeuft. Seine ganze Erscheinung ist majestaetisch.     „Oh Gott, es muss wirklich schlimm um unsere Welt bestellt sein, wenn die Hewhanta ihren Kemelom verlassen und zurueck kehren.“ murmelt Artifice entsetzt. Er, Cura und Yronette sind Inghros, die das gefluegelte Wesen auf dem Wasser kennen und sich an die alten Mythen und Legendas erinnern. Es gehoert zu Ihrer Art und hat besondere Faehigkeiten der Gestaltwandlung. Jedoch haben sich die Hewhanta des Kemelom lange, bevor das Dunkle Reich sich ausgebreitet hat, in ihre Welt der Luft jenseits des Fallenden Wolkensmeeres zurueck gezogen und waren seither in der SpielWelt nie mehr gesehen.    „Vie ... Vie... Viejenver! Vienjenver! Der Leibhaftige holt uns! Wir sind verloren.“ Silkra, der ein Swelom ist und einfaeltig nochdazu, steht panisch in einer Ecke neben der Steuerkabine und zittert am ganzen Leib. Sein rechter Arm ist weit auf das Meer hinaus gestreckt zu dem gefluegelten Wesen, waehrend er sich die Seele aus dem Leib kreischt. Wenige Augenblicke spaeter poltert der Rest der Mannschaft bruellend die Treppe zu ihnen hoch.    Der Hewhanta hebt nur kurz den Kopf und fixiert die drei Inghros am Heck auf dem Schiff. Ein feines, ueberhebliches Laecheln umspielt seinen Mundwinkel, in seinen Augen blitzt es auf. Dann drueckt er sich kraftvoll vom Meer ab und erhebt sich in den Kemelom hinauf.    „Verdammte Scheiße.“ flucht Artifice und spuckt auf das Meer hinab. Der Rest der Mannschaft sind Sweloms, im Dunklen Reich geboren. Sie haben keine Ahnung von den alten Legenden der Hewhantas, da sie verboten sind. Sie glauben nur noch an Engel und Teufel.
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