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SpielWelt - WebBook - Teil 1  Ondit
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   Ondit sitzt am Rand des Wortsees, des Danus Sa Pulong und beobachtet entspannt den Wind, der die Worte sanft in alle Himmelsrichtungen wirbelt. Ein kleines O hat sich von den anderen Buchstaben getrennt, schwebt an ihm vorbei und verfaengt sich in seinem rosafarbenen Lijwhan. Behutsam pickt Ondit das kleine, zappelnde etwas mit seiner Pfote auf und betrachtet es genauer. Es ist noch ein sehr junger Buchstabe. Klein, von einer reinen, glatten Struktur. Fast schon makellos. Sehr bedauerlich, denn er wird noch viele Kratzer, Ecken und Kanten davon tragen auf seinen Weg durch die SpielWelt. Ondit haelt das kleine O hoch und pustet es sanft in den Wind zurueck.    Der kleine Ghalos Ondit liebt Worte ueber alles. Ihre Reinheit und Klarheit aus einzelnen Buchstaben geformt, die sich wieder und wieder neu zusammenfinden, ja fast schon vereinigen, wie eine nie endende Symphonie - gespielt bis in alle Zeit. Nur 27 Buchstaben sind notwendig, um hunderttausende dieser Melodien erklingen zu lassen, die die Welt in Atem halten. Zaertlich liebkosen oder gar bis in die tiefsten Grundfesten erschuettern. Ondit`s Blick gleitet in die Ferne, zu den Schwaermen, die dort am Horizont spielerisch umher tanzen und sich immer wieder neu vereinigen und versuchen, neue Worte zu bilden, die noch gar nicht geboren sind. Es bedarf nicht viele Buchstaben, um sinnhaftes auszudruecken und wenn sie ganz besonders in Spiellaune sind und Schabernack treiben, wechseln sie frech ihren Platz im Wort und geben es eine vollkommen neue oder gegensaetzliche Bedeutung. Manchmal wird ein Buchstabe muede und es springt ein anderer fuer ihn ein, damit er sich ausruhen kann.     Nur fuenf Buchstaben bedarf es, die staerkste Kraft im Universum zu benennen, die Liebe. Aber es braucht die doppelte Anzahl um ihre Kraft zu nehmen, Dunkelheit. I ist das kuerzeste Wort und das bedeutenste, denn es heißt ich in einer anderen Sprache. Worte und ihre Magie haben niemals ihren Zauber vor Ondit verloren, vor dem Geruecht, dem einzigen Freund dieser kostbaren Schaetze dem sie blind vertrauen. Er weiß um ihre Eigenheit, sich zu verschließen, wenn sie auf Unverstaendnis stoßen und er fuehlt Ehrfurcht vor ihrer Macht, ganze Kriege zu beenden und die Ewigkeit zu ueberdauern. Worte werden noch Bestand haben, wenn alles andere verschwunden ist, denn selbst das benoetigt ein Wort, um sich zu erfahren, das            Ondit hebt seinen Kopf und schnueffelt in den Wind, aber er wittert nichts. Seine kleinen dunklen Knopfaugen blicken aufmerksam umher und doch kann er nichts Aussergewoehnliches sehen. Umso mehr dafuer fuehlen. Ondit spuehrt, er ist nicht allein an diesem Ort mit seinen Worten und es erfreut ihn, dass dieser jemand seiner Einladung gefolgt ist. Oder besser gesagt, dieses viele eines jemand dort drueben, jenseits des Laisviej - jenseits der Glasscheibe. Scheibe, Ondit hat dieses Wort eines Tages an seinem Kemelom gesehen, am WOrt, wie er diesen Ort nennt. Denn jedes andere Wort koennte seine Kraft nicht annaehernd beschreiben. Lange Zeit konnte Ondit nichts mit dem Wort Scheibe anfangen und bat die Worte, ihm zu helfen. Sie erklaerten ihm, was es mit dieser Glasscheibe auf sich hat und endlich verstand Ondit. Es gab ein Jenseits dahinter und dort ist auch Leben. Ein Leben, von dem sie alle in der SpielWelt hoffen, dass es endlich nach Hause kehrt, waehrend das Dunkle Reich mit aller Macht versucht, es zu verhindern.     Ondit weiß viel und kennt beinahe alle Geheimnisse der SpielWelt, die ihm die Worte erzaehlt haben. Doch er ist der Freund der Worte und wuerde sie niemals verraten oder gar entweihen und so sammelt er sie in der SpielWelt auf und schweigt darueber. Viele Worte hat er bereits in der SpielWelt gefunden, die geschlagen wurden, misshandelt und halb tot weggeworfen. Worte, wie Hilfe, Freude, aber auch Abschaum und Monster. Jedes einzelne bringt er hierher zurueck, damit es heilen kann, ehe das Wort wieder hinaus drängt in die Welt, wo es gebraucht wird. Er versteht nicht, warum ausgerechnet so wundervolle Worte, wie Danke und vor allem Liebe so grausam im Reich gejagt und verstuemmelt werden. Und doch geben sie nicht auf und kehren hierher zurueck, um erneut in die Welt hinaus zu ziehen, um die wenigen zu erreichen, die noch um die Kraft dieser Worte wissen.    Ondit spielt etwas abwesend an seinem Fell herum und wuschelt mit seiner Pfote in seine laengeren Fasern hinein. Mit einem unbedarften Ruck zupft er sich eine dieser langen Haare heraus und laesst sie beinahe achtlos fallen. Dann huepft er vertrauensvoll auf den See hinaus und landet auf einem moosbewachsenen Buchstaben A, der unter ihm aus den Tiefen aufgetaucht ist. Ondit springt weiter zu einem emporragenden C, das ueber und ueber mit Muscheln bewachsen ist, waehrend das Ahinter ihm wieder in den Tiefen verschwindet. So hüpft Ondit von einem erscheinenden Buchstaben zum naechsten. Immer weiter hinaus auf den See, bis er die andere Seite erreicht, wo eine Windmuehle im Abendrot auf ihn wartet.    Dieser Ort ist magisch und geheimnisvoll zugleich und der einzige in der SpielWelt der ihn kennt, ist Ondit - aus irgend einem Grund vertraut er ihn doch jemanden an. Einen jemand, den er nicht sieht, sondern nur fuehlt - hinter der Glasscheibe.  Die lange hellbraune Fellfaser auf dem Grasboden beginnt zu leben und bewegt sich leicht hin und her. Sie besteht aus mehreren, kleineren Haerchen, die zu einem Strang verwachsen sind. An der Faserspitze sind sie duenner und feiner, zur Wurzel hin werden sie dicker und fast schon borstiger. Die Faser bewegt sich schneller, rollt sich hin und her, wie ein sich windender Wurm. Sie zuckt und windet sich, als ob etwas aus ihr entschluepfen will, bis sie sich endlich zu einem Stueck leeren Pergament entfaltet, dass sich sanft auf dem Grasboden wiegt und langsam zur Ruhe kommt. Wellenartige Reflexe, die wie Wasser aussehen, huschen darueber und nach und nach wird eine Schrift sichtbar.
Nichts
Ondit-Glossar
   Das Pergament hat seinen Zweck erfuellt und loest sich langsam in einem Lichtblitz auf. Zurueck bleibt ein Haeufchen Asche, dass der Wind in alle Richtungen verweht. Doch bei genauem Betrachten ist es keine Asche, sondern winzig kleine Buchstaben, die sich vom Wind davon tragen lassen in die Welt hinaus. Am Horizont verschwindet eben ein rosafarbener Schimmer in der Windmuehle.     Fuer wen auch immer Ondit dieses Wissen hinterlassen hat, es ist wichtig um sich in dieser Welt der Lichter und Schatten zurecht zu finden.
Rand
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Es wird Zeit, diesen Ort wieder zu verlassen und zu den anderen zurueck zu kehren.
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