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SpielWelt - WebBook - Teil 1  Tczarles Rashold
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   Tczarles sitzt in seinem Ohrensessel und starrt fasziniert auf die tanzenden Flammen in seinem kunstvollen, gusseisernen Schmiedeofen. Die filigrane Statue auf der Stirnseite pusliert im Ruthmus dazu wieder und wieder in einem warmen tiefrot auf. Neben ihm ruht sein besonderes Schmuckstueck, ein Shah-Tisch aus verschiedenen und kostbaren Marmorsteinen, kunstvoll und in vielen Beshmi Handarbeit von einem Swelom gefertigt. Karl, ein begnadeter Steinmetz aus der Architektenstadt Aknom hat damals dem Swelom den Tisch abgekauft und Spielfeld und Figuren mit liebevollen Energienuancen beseelt und Leben eingehaucht, damit Tczarles seiner liebsten Unterhaltung nachgehen kann.        Der Tisch ist fuer Inghros wie geschaffen und wird zu einem lebendigen Schlachtefeld, aber er bleibt zu Marmor erstarrt, sollte sich ein Swelom an den Tisch setzen. Tczarles seufzt und versucht in seinem Kopf schleunigst das Bild von spielenden Sweloms zu vertreiben, die Kraft ihrer Haende die Figuren ueber das Feld ... schieben, wie sie es nennen. Barbarisch. Shah ist die Koenigsdisziplin eines Inghros, das beherrschen des Geistes, um die Materie zu bewegen. Beim Shahspiel offenbaren sich die wahren Meister ihrer Gaben, und Tczarles spielte dieses Spiel mit einer Wonne, da es ihm ueber seinen Gegenueber sehr viel verraet. Das Schahmuster ist aus weißem und schwarzen Marmor gefertigt, die Raender des Spielfeldes mit feinen bernsteinfarbenen Laisviej eingefasst, was dem Tisch in einen schoenen orangen schimmer taucht. Damals wurde Laisviej noch als Baumaterial verwendet und war im Ueberfluss vorhanden. Seit der Herrschaft der Samrats ist der Abbau nur noch vom Reich gestattet und muss sich erarbeitet werden. Jede Lichtader, im ganzen Reich wurde enteignet und zu Reichseigentum erklaert. Auf den heimlichen Eigenabbau steht die Todesstrafe, da es sich um Diebstahl von Reichs- eigentum handelt. Tczarles streicht liebevoll ueber den samtig glatten Marmor des edlen Tisches. Es oeffnen sich kleine Kammern unter den einzelnen Feldern und ein paar wenige Figuren erscheinen wie von Geisterhand auf dem Brettspiel, bereit fuer die Schlacht. Es ist eine begonnene Partie, die sich bald dem Ende neigen wuerde. Artoles liegt vor ihm auf den Ruecken ausgestreckt und genießt die Waerme. Er ist ganz ruhig, aber sein Schwanz zuckt unruhig hin und her, seine Lauscher sind auf das Turminnere ausgerichtet. Ein Zeichen dafuer, dass er auf etwas lauert.     Es dauert nicht lang, und Tczarles hoert ein tiefes Rauschen, dass sich drohend naehert. Entspannt blickt er zur dunklen Schattentuere an der weit entfernten Wand gegenueber und laechelt. Das Rauschen wird immer lauter und geht in ein brodelndes Donnern ueber, ehe es zischend verstummt. Eine zeitland ist es wieder still in dem Gewoelbe dann ertoenen laute Bohr- und Klopfgerauesche. Wieder stille.     „Ich hasse diesen Swelomschrott!“ Bruellt eine rauhe Frauenstimme, gefolgt von lautem Poltern.    „Haben wir ein Problem, Jouston?“ Mehrere Haemmerschlaege ertoenen. Ein Summem, dann ein knisterndes Gearausch.    „Jetzt nicht mehr Rash.“    Tczarles schmunzelt und lauscht, was weiter hinter der dunklen Wand geschieht. Wieder Bohrgeraeusche vermischt mit lautem Pfeiffen, Metall, dass auf Metall schlaegt. Lange Zeit erneut Stille. Dann in einer unglaublich schnellen Bewegung saußt eine dampfbetriebene, pneumatische Schranke aus der Decke herab und schiebt die dunkle Oeffnung der Schattentuere zum Boden zusammen. Dahinter eine erstaunte Mannschaft der Rhawyan, um sich herum am Boden verteilt allerei Dinge, die die Sweloms Werkzeug, Hammer und Geraet nennen.
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   Vorneweg Kapitain Rashold, ein großer, staemmiger Mann in einer indigoblauen Marineuniform und einem hellgruen, strahlendem Lijwhan, der ihn wie ein Wasserfall umspielt. Er steigt ueber den Schrankenfuß am Boden und betritt das Gefaengnis. Dicht hinter ihm folgt die schlanke Gestalt einer zierlichen Frau, seine Ingenieurin. Sie traegt ein verschmutztes, ehemals weißes Unterhemd. Ihre blaue Offiziersjacke locker um die Huefte gebunden, Arme und Gesicht mit dunklem Oel verschmiert. Ueber ihrer rechten Hand laesst sie einen schweren, rostigen Schraubenschluessel um die eigene Achse kreisen, der immer wieder berohlich vor und zurueck schwankt. Die beiden fluestern sich kurz Worte zu, die Tczarles nicht verstehen kann. Dann geht Rashold langsam und wuerdevoll durch das Gewoelbe auf ihn zu, waehrend sie am Durchgang wartet und Tczarles mit finsteren Blicken tangiert.    Der alte Mann bleibt voellig entspannt in seinem Sessel sitzen und laechelt dem Offizier freundlich zu. Er hat noch dichtes kurzes, aber vollstaendig ergrautes Haar und traegt stolz einen vollen Rauschebart, der ihm wallend auf die Brust faellt. Trotz des Vollbartes und seines fortgeschrittenen Alters strahlt er immerzu eine jugendliche frische und Tatkraft auf. Dem Rauschebart verdankt er auch seinen Namen, Rashold. Er ist der Kapitain des Wasserschlittens Rhawyan, dem letzten Transportmittel, dass die Ato`s auf dem Meeren noch besitzen. Rashold reicht Tczarles zur Begrueßung die derbe Hand und schuettelt sie mit einem kraeftigen Haendedruck.     „Schoen Dich wieder zu sehen Alter Freund. Du weißt, warum ich dieses Mal hier bin, also sollten wir so schnell, wie moeglich gehen.“ Tczarles schmunzelt seinen alten Freund an und betrachtet ihn lange, ehe er in Ruhe antwortet.    „Verzeih mir, Rashold. Ich weiß, um Eure Sorge und schaetze Eure Hilfe. Aber ich bleibe hier.“ Rashold verzieht keine Miene, da er bereits mit dieser Antwort gerechnet hat. Er wirft einen kurzen, fragenden Blick zurueck zu seiner Ingenieurin, die ihm missbilligend mit einer kurzen Geste ein Zeichen gibt. Zeige- und Mittelfinger ihrer rechten Hand zu einem „V“ erhoben und vom dem Zeigefinger der linken Hand durchbrochen und wendet sich dann fluchend der Pneumatik der Schattentuere zu. Ihr Name ist Jouston. Sie ist eine der wenigen Ingenieure, die es in der Spielwelt noch gibt und die es mit der sogenannten Technik der Sweloms aufnehmen kann.     Rashold versteht und setzt sich. Ihm bleiben etwa eine halbe Beshmi, bis Jouston die Tuere instand setzt und Samrat Tenemore durch die Schattentuere treten laesst, damit nicht die ganze Armee des Reiches hier auffaehrt und er den Alten vor rasender Wut umbringen laesst. Er setzt sich in den Ohrensessel gegenueber von Tczarles und nimmt seine Pfeife aus seiner Brusttasche.     „Ich glaube, mir gebuert der naechste Zug, soweit ich mich erinnere.“ Tczarles nickt nur und betrachtet fasziniert, wie der schwarze Spaeher auf dem Spielfeld zu leben beginnt und seinem Herrscher munter mit kleinen Schritten entgegen- marschiert, ehe er wieder zur erstarrten Marmorsteinfigur wird.    „Interessant.“ murmelt er und laesst seinen weißen Giburo die schwarze Herrin von Rashold entfuehren. Seine beiden Waechter aus seinem Lager eilen auf das Feld und zerren die kleine tretende und um sich schlagende Figur fort. Seine Unachtsamkeit und Eile kostet Rashold sein Spiel, was sich in seinem Gesicht wieder spiegelt. Tczarles nickt ihm aufmunternd zu und er kommt gleich direkt zum Punkt.    „Wir muessen ab sofort vorsichtiger sein. Die Ankunft der brennenden Plattform hat eine Schockwelle in der Spielwelt ausgeloest, als sie eingeschlagen ist und die tiefschwarze Dunkelheit herauf beschworen. Es wird immer schwerer werden, fuer den Widerstand, Rekruten und mutige zu finden, die sich gegen das Reich stellen.“ Waeh- rend er es ausspricht, laesst Rashold seinen Spaeher ein Stueck weiter an den weißen Herrscher heran maschieren und als Lohn einen weißen Giburo in das kleine schwarze Gefangenlager an seinem Spielfeldrand bringen. Er zieht an seiner Pfeife.    „In der Tat, das hat es. Dunkle Zeiten stehen uns bevor. Die Welt ist jetzt in Finsternis getaucht und wird erst noch mehr vergessen, wer sie war.“ Tczarles laechelt. Rashold beobachtet wehleidig, wie die weiße Herrin sich seinem dunklen Spaeher naehert und ihn in das weiße Gefangenenlager bringen laesst. Er blickt sich nervoes zu Juoston an der Schattentuere um, die ihm suggeriert, noch Zeit zu haben und an der Pneumatik der Tuere weiter schraubt. Tczarles redet weiter.    „Wir koennen nur stetig unsere Samen streuen und sie unbemerkt wachsen lassen, bis die Zeit reif ist. Was macht der Waechter?“ fragt er fast beilaeufig.    „Er koennte es tun. Er hat unglaubliche Faehigkeiten, die alles veraendern koennen. Aber er hat den Glauben verloren und bereits ... vergessen.“ Capitain Rashold laesst den Satz unvollendet und studiert angestrengt das Spielfeld vor ihm, dann zieht er kraeftig an seiner Pfeife.    „Verstehe.“ erwider Tczarles und dreht sich im Sessel um. Sein Blick ist fuer einen Moment genau auf irgend etwas unsichtbares hinter seinem Sessel gerichtet, ehe er sich wieder dem Spielbrett widmet. „Wir muessen behutsam damit sein, wenn wir den Meisterplan durchfuehren wollen. Ihm jetzt seine Macht vor Augen zu fuehren waere ein Fehler und es wuerde unsere Vision auf Hoffnung vollkommen zerstoeren.“  Einer von Rasholds Giburo erwacht zum Leben rueckt zwei Felder weiter vorwaerts.    „Wie gehen wir jetzt vor?“ Tczarles Giburo am Spielfeldrand erwacht gleichfalls zum Leben und erstarrt nach zwei Feldueberquerungen wieder. Rashold nimmt diesen Zug kaum zur Kenntnis, weil er keinen Sinn darin erkennt.     „Das naechste waere Selbstschutz.“ erklaert Tczarles und beobachtet fasziniert, wie der dunkle Reiter zu seiner Herrin springt. Jedoch anders als ihr dunkles Ebenbild laesst sie sich mit wuerde ins Lager des Gegners bringen.     „Niemand sonst darf hiervon etwas erfahren, es sind sowieso schon zu viele. Die Wahrheit koennte uns in große Schwierigkeiten bringen, wenn sie zu frueh ans Licht kommt.“ spricht Rashold und dreht sich noch mal zu seiner Ingeneurin um. Inzwischen hat sie die Tuere wieder in Gang gesetzt hat, aber die Schattenpfade noch blockiert. Unmissverstaendlich gibt sie ihm zu verstehen, dass es Zeit wird. Er seufzt. Tief in sich weiß er, dass Tenemore nach diesem Fehlversuch die Programmierungen der Schatten- pfade sicher machen und vollkommen veraendern wird. Es wird Lange dauern, ehe Juoston sich wieder Zugang verschaffen kann. Aber sie hatten keine andere Wahl, das hier ist zu wichtig.    „Ja„ faehrt Tczaerles unbeirrt fort, „wenn alle Tawo`s der Spielwelt heraus finden, dass sie die Wahl haben, selbstbestimmt zu leben, losgeloest von der Macht des Einen, und ebenfalls tun koennen, was sie wollen, wie der erste große Traeumer selbst. Wenn sie erfahren, wer sie einst waren und was fuer eine Macht er ihnen genommen hat … .„     „... und dass sie die ersten waren, die hier her kamen.“ beendet eben Rashold den Satz. Hilfslos muss er mitansehen, wie der kleine Giburo am Spielfeldrand sich bedrohlich seinem schwarzen Herrscher naehert und Tczarles strahlend sagt, „Schah.“ Rashold sieht ihn erstaunt an, suchend huschen seine Augen ueber das Spielbrett, jedoch gibt es fuer seinen kleinen Herrscher auf dem Feld keinen Ausweg mehr. Geschlagen von einem Giburo, wie demuetigend. Er zieht ein letztes Mal an seiner Pfeife, seufzt tief und steht auf. Die Pfeife erlischt in seiner Hand und er steckt sie sich in die linke Brusttasche seiner dunkelblauen Marineuniform zurueck.     „RASHOLD!“. Der Ruf hallt von der Schattentuere zu ihm heran. Er nickt seiner Ingenieurin kurz zu, dass er sie gehoert hat. Mit einem seufzen blickt er den alten Mann sehr intensiv ein letztes Mal in die Augen.     „Bist Du Dir wirklich sicher …? Ich kann es nicht noch ein mal riskieren, hier her zu kommen.“    Tczarles schenkt ihm ein warmes Laecheln. „Ja, absolut, mein Freund. Meine Flucht wuerde den Tod von vielen unschuldigen verantworten und das vollkommen sinnlos. Ob ich bei Euch bin oder hier, ich kann nicht mehr und nicht weniger tun. Aber wenn ich hier bleibe, kann ich kostbare Leben verschonen.“    Der Offizier seufzt und schluckt schwer. Tczarles ist fuer ihre Widerstandsbewegung sehr wichtig und ihn in den Haenden des Schlaechters Tenemore zu lassen, ist fuer ihn absolut inakzeptabel. Andererseits weiß er auch, dass der Alte vollkommen recht hat. Seine Flucht wurde den Samrat zu Rache und Vergeltungsmaßnahmen verleiten, wie nie zuvor.      „Also gut. Aber sei vorsichtig.“ Rashold erhebt sich aus dem schweren Sessel. Als Tczarles es ihm gleich tun will winkt er ab. Er beugt sich zu dem Alten herab und umarmt ihn einen langen Moment, dann wendet er sich ohne ein weiteres Wort ab und geht durch die Schattentuere zu seinem Schiff zurueck. Ein dumpfes Zischen ertoent, Dampf entweicht und die Tuere ist wieder funktionsfaehig. Wenige Kajims spaeter hoert er ein brodeln und rauschen, dass sich fluchtartig in die Tiefe entfernt.    „Ihr auch.“ murmelt er und laesst den Shahtisch unter einem Deckchen verschwinden, richtet seelenruhig seine Teekanne darauf an und blickt gelangweilt in das Feuer seines Kamis. Fuer einen Sekundenbruchteil blitzt eine Vision auf, von einem lodernden Feuer, alles verbrennend. Ehe Tczarles es fassen kann, verblast es und nur noch ein knisterndes Feuer im Kamin bleibt zurueck.    Keine Sekunde zu frueh, als Samrat Tenemore persoenlich mit seinen Schatten- waechtern im Gefaengnis erscheint, sich zunaechst boesen Blickes in der Halle umsieht und erstaunt einen freundlich laechelnden alten Mann bemerkt.
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Es wird Zeit, diesen Ort wieder zu verlassen und zu den anderen zurueck zu kehren.
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