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SpielWelt - WebBook - Teil 1  Ursidae - Verwandlung
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Spielwelt-Ursidae-Karte
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Ondit-klein
URSIDAE
Schrift-Verwandlung-Titel

Überschrift 1

Ursidae-Schrift-Dunkel
„Aus, aus, alles ist aus. Am Besten stuerze ich mich gleich ins Meer und hoffe auf ein schnelles Ende.“, dachte er sich.  „Wenn nur dieses vermaledeite gleißende Strahlen nicht waere. Gibt es denn keine Moeglichkeit es abzuschirmen? Bitte, oh bitte Großer Traeumer, bitte wenn es Dich gibt, dann hilf mir bitte! Mach, dass das Strahlen aufhoert.  Mach, dass es dunkel wird ... .“
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   Ursidae erinnert sich genau an seine vollkommene Verzweiflung am Nihaijsthar. An dem scheinbar aussichtslosen Moment, in dem er seine ganze Hoffnung nur noch auf den Glauben werfen konnte. Erst jetzt, im Nachhinein realisiert er, dass er in seinen bis dato schlimmsten Kajim`s nicht an den Gott des Dunklen Reiches und seinen abgesandten Herrscher, den Samrat betete. Nein, ausgerechnet den heidnischen Gott der Inghros und Ato-Spinner flehte er an, ihm zu helfen. Er kann sich nicht entsinnen, was ihn in den vielen Beshmi auf dieser selbstmoederischen Fahrt geritten hat, aber er war einfach nicht er selbst. Vor allem, wie konnte er, der alle Verraeter des Reiches, quasi SEINE Anhaenger, schnurstracks nach Nemundur brachte, es wagen, ausgerechnet IHN, den ersten großen Traeumer, anzuflehen? Wie konnte er nur dort am Sternenturm glauben, dass ER ihn retten wuerde?    Das, was in der folgenden Beshmi geschieht, soll sein Weltbild fuer immer zerstoeren...
stern
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Schrift Verwandlung
Mit geschlossenen Augen, rasenden Herzen, Angst im Herzen steht er am Steuerrad seiner Laisviejda mit eisernem Griff, um das Zittern seiner Haende zu verbergen. Ihm ist gar nicht mehr bewusst, dass er seine Zaehne so fest zusammen beisst, dass ihm der Kiefer schmerzt, waehrend sein Gehirn auf Hochtouren laeuft, um eine Loesung zu suchen und er innerlich den Gott der Verraeter um Hilfe anbettelt.  Als er es in seiner letzten Verzweiflung noch ein Mal wagt, sein Auge zu oeffnen, obwohl er weiß, dass er außer Helligkeit nichts anderes mehr wahr nehmen wird, versteht er gar nichts mehr ...
ER-KANN-SEHEN
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Ursidae-Gesicht-Verwandlung1
   Zwar leuchtet der Sternenturm noch intensiv vor ihm, aber es schmerzt bei weitem nicht mehr stark in seinem Auge. Als er den Grund beggreift, muss er lachen ...  . „Jetzt hat er vollkommen den Verstand verloren... .“ murmelt Seiks neben ihn vor sich hin und schuettelt den Kopf, waehrend seine Augen weiter fest geschlossen bleiben.  Ursidae gibt ihn einen Stoß und lacht weiter.     „Augen auf, du Memme, und sieh selbst.“    „Wa...?“ Mit offenen Mund glotzt der Huehne auf die ehemals weiße Wand des Turmes und dann auf seinen Boss. Er versteht gar nichts mehr.    Ursidae hat eine voellig neue Eigenschaft des Gezeitenbruchglases entdeckt. Wie eine Art Sonnebrille kann sich das Laisviej verdunkeln und schirmt das Leuchten von außen ab. Und zu seiner groeßten Freude erkennt er jetzt eine quadratische, dunklere Stelle etwa hundert Castors vor ihm, die er in dem gleißenden Licht nicht erkannt hat und glatt daran vorbei gesegelt waere. Er lenkt seine Laisviejda auf die Stelle zu, die sich knapp oberhalb der Reeling seines Schiffes befindet.    „Da ist was.“ bemerkt Seiks knapp und gibt gedanklich den Befehl Entwarnung an die Mannschaft weiter. Die Kommunikation der Laisviejda ist eine weitere Eigenschaft des Glases. Auf dem Schiff kann jedes Mannschaftsmitglied gedanklich ueber das Glas miteinander kommunizieren. Nicht jedoch ausserhalb des Schiffes.    „Mhm.“ brummt Ursidae zur Bestaetigung. Nach und nach oeffnet die Besatzung ihre Augen und sondiert die neue Lage. Artifice naehert sich vorsichtig der Reeling und zueckt eine seiner Raketen.     „Nur fuer alle Faelle“ murmelt er mit seiner fetten Zigarre im Mundwinkel vor sich hin. Reschina, der Angsthase versteckt sich lieber ganz weit weg, vor dem „Ungetuem“ und fluchtet kreischend an die Treppe zum Unterdeck. Kaum dort angekommen, dreht er sich um, und verharrt in einer aeusserst verklemmten Haltung mit entsetztem Gesichtsausdruck und mit den Armen vor sich hin fuchtelnd, um alles genau zu beo- bachten. Dabei spielt er einen Ohnmachtsanfall nach dem anderen vor und greift sich immer wieder theatralisch an den Kopf und kreischt. „Oh, mein Schatzlein, pass ja auf disch auf.“    Cura sucht inzwischen den Blick von Phagus im Unterdeck und wendet dann den Kopf einen kurzen Moment mit gerunzelter Stirn hinauf zu Ursidae und Seiks, ehe sie sich, wie alle anderen, der dunklen Wand zuwendet.     Sein Schiff kommt mit einem hell klingenden Bling direkt an der Mauer des Sternen- turms zum stehen. Was Ursidae dabei nicht wahrnimmt, ist das misstrauische in den Blicken seiner Mannschaft, die nicht so recht wissen, was sie an diesem Ort zu suchen haben. So sehr ist er in seinem verzweifelten Versuch gefangen, alles irgendwie wieder hin zu bekommen. Er betrachtet den dunkelgrauen, quadratischen Fleck neben seinem Schiff, mit argwohn, da er nichts offenbahrt, oder Einblicke in den Turm gewaehrt.     Die Oeffnung misst gerade mal ein Doppelflueglieges, massives Tor, durch das etwa 10 Mann bewaffnet nebeneinander durchschreiten koennen. Nach oben misst es in etwa dreimal die Breite. Dennoch viel zu winzig, um in dem gleißenden Licht ueberhaupt entdeckt zu werden, aber groß genug, den Turm jederzeit stuermen zu koennen, wenn es sein muss. Es war pures Glueck fuehr ihn, sie ueberhaupt entdeckt zu haben, erkennt Ursidae. Jedoch fraegt er sich, warum es so hoch ist?    Ihn beschleicht erneut so ein seltsames Gefuhel, dass er die Hauptfigur eines verdammt miesen Buehnenstueckes ist, dessen Handlung er einfach nicht erkennen kann. Er tut etwas, was er noch nie getan hat, er zieht seine Handschuhe aus, und reibt sich seine verschwitzten Haende an den Hosenbeinen ab, ehe er erneut in die mittlerweile feuchten Dinger schluepft.    Seiks bemerkt es mit hochgezogener Augenbraue, sagt aber nichts dazu. „Und was jetzt Boss? Sollen wir den Turm stuermen?“ Seine Haende hat er vor seiner massigen Brust verschraenkt. Die weißen Tattoos an seinen Armen beginnen zu pulsieren und langsam von Innen zu leuchten, was ein Zeichen seiner Erregung ist. Seiks spuert einen Hunger, einen sehr alten und lange verdraengten Hunger, seit er auf der Laisviejda dient. Er wittert etwas, was seinen tiefen Drang nach Abenteuer stillen kann.          Ursidae geht ohne Kommentar durch die Wand aus Gezeitenbruchglas aus dem Steuerraum hinaus, auf das Deck hinunter und naehrt sich der dunklen Oeffnung. Seiks folgt ihm nach und beibt links neben Ursidae stehen. Zaghafte streckt Ursidae seine rechte Hand aus und beruehrt die dunkle Flaeche, von der er noch keine Ahnung hat, was es ist, oder dahinter lauert. Er fuehlt mit seinen Fingerspitzen an dem schwarzen etwas entlang, kann jedoch nichts spuehren, außer einen kalten Windhauch. Noch wagt Ursidae nicht, seine Hand einfach so hindurch zu strecken, da auf der anderen Seite jemand oder eine Falle lauern kann. Er hat wenig Meinung dazu, im schlimmsten Fall seine Hand zu verlieren.    Seiks beobachtet seinen Boss ganz genau und greift dann einfach mutig hindurch. Ursidae saugt scharf die Luft ein und starrt lange das Gesicht seines Freundes an, darauf gefasst, dass es sich jeden Kajim schmerzverzehrt.  Jedoch ... nichts geschieht.      Zu seinem Erstaunen zieht Seiks seine Hand unversehrt zurueck und grinst ihn breit und mit stolz geschwelter Brust an.     Nach einem kurzen zoegern taucht Ursidae angeberisch seinen Kopf durch den dunklen Schleier und hofft einfach auf das Beste. Sein Auge fest zusammengekniffen wartet er wenige Kajim`s, ehe er es wagt, zu spicken. Das Dunkle der Oeffnung ist eine Art Schattendurchgang, schlichtweg Dunkelheit. Dahinter erblickt Ursidae eine riesen- hafte Halle, die von hellen Rauchsaeulen getragen wird. Soweit er es erkennen kann, ist die Halle vollkommen leer ... und feucht. Keine Treppe, kein Weg hinauf in den Turm, ... keine Rhawyan und ... keine Rebellen! Er atmet mehrmals schwer aus und erfasst augenblicklich, wie leichtsinnig er sich eben verhalten hat. Es haette ein Hinterhalt sein koennen fuer ihn und seine Mannschaft.     „Was zum Klabauter ist nur mit mir los? Wieso lasse ich mich die ganze Zeit von Seiks so provozieren?“ Denkt Ursidae und versucht fieberhaft, endlich wieder die Beherrschung zu gewinnen.     „Hey Urs. Alles in Ordnung?“ Die Stimme von Seiks dringt nur gedaempft durch den Schatten. Er ueberlegt noch einige Kajims angestrengt, was er tun soll, dann fasst Ursidae einen Entschluss und zieht seinen Kopf zurueck.     „Dahinter ist eine Halle“, erklaert er, „vollkommen leer, wie es scheint. Kein Hinweis auf den Verbleib der Rhawyan, also sind sie irgendwo in dem Turm. Wir gehen rein.“    Seine Mannschaft bewegt sich keinen Milimeter, alle blicken ihn erwartungsvoll an.        „Um was zu tun, Urs?“ Kumos hat seine Arme vor der Brust verschraenkt und funkelt ihn boese an, waehrend die anderen nicken und vor sich hin murmeln. Ursidae`s Blick geht langsam zu Seiks, der nur mit einem breiten Grinsen dasteht. Das alles kann einfach nicht mehr wahr sein.    „Was genau hast Du ihnen uebermittelt, Seiks?“ Ursidae ballte seine Haende zu Faeusten, er fuerchtet die Antwort.    „Das weißt Du doch, Urs. Genau das, was Du befohlen hast. Der Rhawyan zum Sternenturm folgen. Und ... .“ Er machte eine dramatische Pause.    „Und weiter ...!“ Ursidae macht eine ungeduldige Handbewegung und muss sich beherrschen, seinen Zorn zu unterdruecken.    Seiks fixiert in lange, ehe er genuesslich antwortet: „Und, dass Du Befehlsverweigerung treibst und uns gegen unseren Willen da mit hinein gezogen hast.“    Ursidae wird schlagartig blass. Wie konnte Seiks das unter Einfluss seiner Kapitains- macht vermitteln? Wie konnte er sich aus der Manipulation befreien? Und vor allem, wie ist ihm das alles entgangen? Er schaut in die Meute vor sich, ertraegt die entgleisten Gesichter seiner Mannschaft, die ihn regelrecht hasserfuellt anstarrt. Nur von ganz wenigen richtet sich ein erstaunter Blick auf Seiks.    Cura, der kleine Jim, Artifice, Reschina mehr aus Loyalitaet seinem Objekt der Begierde gegenueber, Yronette und was Ursidae nicht sehen kann, Phagus im Unterdeck, der jedes Wort ueber das Laisviej mitverfolgen kann. Die Gesichter dieser Zweifler, brennt sich unausloeschlich in sein Gedaechtnis ein.    Aus den Augenwinkeln beobachtet Ursidae, wie der Rest seiner Mannschaft die Waffen zieht. Und der Rest besteht immerhin noch aus 28 Sweloms, die mit entschlossenen Gesichtern ihre Macheten, Schwerter, Aexte, Armbrueste, Haemmer, Dolche und zu seiner Verwunderung sogar Mistgabeln zuecken, um ihn, Ursidae, zu beseitigen. Langsam kommen sie naeher und draengen Cura, Artifice und die, die nicht mitmachen, einfach beiseite. Die fuenf beobachten vom Rand weiter, unternehmen jedoch auch keine Anstalten, die Meute aufzuhalten.    „Hey, hey, uebertreibt ihr es jetzt nicht ein bisschen?“ Ursidae weicht ganz an die Reeling zurueck, streckt beide Haende von sich und versucht die Meute auf Distanz zu halten, was fast schon laecherlich wirkt, angesichts der unzaehligen spitzen Klingen, die alle auf ihn zeigen.    „Uebertreiben? Wir? Du Verdammter Pups eines Seitans. Du Wuestendreckfresser! Du spielst mit unserem Leben und bringst uns nach Nemundur! Fuer was, zur alten Welt, verdammt?“  Kumos hat ein hageres Gesicht, nur noch ein paar Stumpen von schwarzen Zahnresten im Mund und ein paar fettige, graue Haarstrainen, die seinen kahlen Kopf ziehren. Er ist derjenige, der sich bei dem Angriff der Greifer und der Bewegungstarre gleich von Board geworfen hatte, erinnert sich Ursidae.    „Ruhm, Ehre.“ Quasselt Ursidae weiter. „Stellt Euch vor, wir stellen die Rhawyan und meutern sie. Wir bringen endlich das letzte freie Schiff dem Reich, was dann? Hä? Dann ... sind wir Helden.“ Schweißperlen bilden sich auf seiner Stirn waehrend er sich um Kopf und Kragen redet und auf ein Wunder hofft. Seine Meuterer murmeln vereinzelt vor sich hin, hoeren aber zumindest noch zu, also versucht er sie bei Laune halten.    „Kumos.“ Er zeigt mit dem schmutzigen Handschuh der rechten Hand auf den hageren Mann. „Stell Dir vor, wir schaffen das, was noch niemanden geglueckt ist. Mhm, Kumos? Wir, die Totengraeber haben es geschafft, wird es in der ganzen SpielWelt heißen. Und was begraben wir? Die Traeume der Ato`s und rotten diese Quertreiber aus.“ Ursidae leckt sich die Lippen und will eben weiter reden. „Ueber die Rhawyan gelangen wir in jedes verst ...“    „Von wegen. Wir!“ Faehrt in Silkra ins Wort. „Die sind ein Adtoghan und hauen ab ins Irgendwo, bevor wir auf der Bildflaeche erscheinen. Was bildest Du ueberhaupt ein?“ Silkra starrt ihn an, als ob er Viejenver persoenlich ist. Seine Haende sind um den alten, mit Leber verziehrten Holzstil einer Mistgabel gekrallt, dessen Rasiermesserscharfe Zinken direkt auf Ursidae gerichtet sind. Ein Familenerbstueck, ein Geschenk seines Vaters, eines Bauern aus der Hochebene, als Silkra zum Dienst eingez ...               Ursidae verflucht im Moment die Informationsfaehigkeit des Laisviej, die ihn alles wissenswerte in Kajimbruchteilen gedanklich uebermittelt. Alle Meuterer sind fuer einen Moment wie erstarrt und glotzen sich gegenseitig verwirrt an. Da bemerkt er, dass er den Befehl an das Laisviej laut gebruellt hat. Ursidae wirft nur einen kurzen Moment in die Runde und realisiert instinktiv vier Dinge.       # Nach Nemundur schafft er es niemals, seine Mannschaft luencht ihn vorher.      (Verlockendes Angebot, ersparrt ihn zumindest die Hoelle der Spielwelt.) # Seine Macht als Kapitain hat bei Seiks versagt.    (Dann rettet sie ihn vor der Meute auch nicht mehr.) # Er hat nichts in der Hand, was er ihnen bieten kann.     (Und auch nichts zu verlieren, so nebenbei bemerkt.) # Seiks steht mit einem siegessicheren Grinsen da, auf Seiten der Meuterer.     (Was ist hier nur los? Er ist sein Freund!)     Selbst, wenn er die Rhawyan findet, was in diesem gigantischen Turm unmoeglich ist, wird sie keine Gefaengnisparty fuer ihn veranstalten und sich selbst verhaften, sondern schneller verschwinden, als der Große Traeumer einen Fahren lassen kann. Verdammt. Sein ganzes Dasein als Kapitain hat er Angst gehabt vor diesem Moment. Ach was, Angst. Er hat sich bei dem Gedanken an Meuterei regelrecht in die Hose geschissen und alles versucht, diesen Alptraum zu verhindern, indem er ein riesengroßes Ego zur Schau stellt und sich die Mannschaft immerzu auf Distanz haelt. War eine Scheißentscheidung, wie er jetzt feststellt.  Ursidae wirft ein letztes Mal einen fluechtigen Blick auf die Meutereiverweigerer an Deck, die in den Hintergrund gedraengt wurden, dreht sich um und fluechtet flink durch den Schattendurchgang, ehe seine moeglichen Meuchelmoerder merken, was geschieht.   Sein letzer Gedanke gilt seinem Freund und  Feind.
KAMPF
STOPP!!!
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Fuer eine Schrecksekunde sind alle Meuterer an Deck wie erstarrt. Kajim`s lang glotzen alle an den leeren Fleck, wo sich eben noch Ursidae zitternd vor Angst an der Reeling festgekrallt hat.

Alles, was von ihm uebring bleibt, ist seine Aura. Die Laisviejda strahlt nach wie vor in reinem Gelb und erwartet Befehle vom Kapitain, die jetzt nicht mehr kommen.

„Scheiße“. Seiks spuckt es regelrecht aus und fasst sich an die Stirn.

Dass Ursidae sich vor Kaempfen drueckt, um seine Haut zu retten, ist ja bekannt. Aber das der elende Feigling nicht mal so tut, als wuerde er seine Ehre retten, sein Schwert ziehen und kaempfen. Nein.

„Scheiße? Wie Scheiße? Was soll das heißen, Seiks? Was ist Scheiße?“ Kumos blickt ein wenig unsicher und ratlos in die Runde der Meuterer. Er war nicht der hellste Kopf und bekam wieder mal gar nichts mit.

„Scheiße, Scheiße, Scheiße!“ Seiks geht auf der Stelle hin und her und ueberlegte fieberhaft, kratzt sich dabei staendig am Kopf gestikuliert wild. Sein Blick geht unruhig zwischen dem dunklen Fleck und Yronette hin und her. Die dunkelhaeutige Schoenheit mit den dicken, geschwungegenen Rastalocken ist ein einziges Geheimnis, und ihre Miene verraet nur missbilligung und einen Ausdruck von, Dein Plan, Dein Problem.

Einer, nach dem anderen, senkt die Waffe und starrt auf das bedrohlich aussehende Dunkel, vor ihnen. Keiner macht anstallten, Ursidae zu folgen. Artifice laesst seinen Blick ueber die Meute schweifen, raeuspert sich und setzt sein Strahlelaecheln auf. Laessig lehnt er am Masten, die Haende vor der Brust verschrenkt. Sein Zylinderhut, gespickt mit Flammenwerfer und Raketen tief im Gesicht, was ihm ein heroisches Aussehn verleiht.

„Ich will mich ja in Eure Meuterei nicht einmischen, aber wenn der noch amtierende Kapitain mit seiner Macht davon ist, wie wollt ihr das Schiff denn jetzt bewegen, bis die Arachnidenarmee eintrifft, mhm?“

Um die Dramatik zu steigern betrachtet er seelenruhig seine Fingernaegel. Reschina  frohlockt im Hintergrund und schmachtet ihn verliebt an, waehrend auch Kumos endlich nach ewigen Loecher in die dunkle Wand starren begreift, was los ist. Wuetend geht er auf Seiks los.

„Du bloeder Pups eines Seitan, Seiks! Hast gesagt das Mittel hilft, ihn zu verwirren. Wir sollen nur ein wenig erschrecken, damit Du ihm dann dieMacht abnehmen kannst. Ganz einfach. Die Rhawyan, ein schoener Zufall, hast gesagt, ganz einfach. Dann bringst das Schiff wieder auf Kurs, ganz einfach. Und die Arachniden merken nix, ganz einfach, weil der Arachnid weg ist. Aber der Kerl ist verwirrt und jetzt auch weg mit der Macht, nicht mehr einfach!“ Zustimmendes Gemurmel und dann reden alle durcheinander auf Seiks ein.

Er fuehlt sich mittlerweile aehnlich, wie Ursidae eben noch und faengt zu schwitzen an, sein Verstand rattert auf Hochtouren. Er hat sich das alles ganz einfach vorgestellt. Auf der langen Fahrt wollte er Ursidae schon laengst ueberwaeltigt haben, das Kommando uebernehmen und das Schiff wieder auf Kurs nach Nemundur schicken. Das Mittel, dass er ihm in Arjen verabreicht hat, haette ihn unschaedlich machen sollen und alles waere ein Klacks gewesen. Der Arachnid war schon lange vorher aus dem Weg und niemand haette etwas gemerkt. Die Meuterer auf seiner Seite und die Verweigerer haette er in Arjen an Land gesetzt, das war der Dael, dass sie die Schnauze halten. Und das Auftauchen der Rawyhan haette ihm sogar eine Rechtfertigung fuer das Reich geliefert. Jetzt sind sie am Turm, Qelis von der Route entfernt und wahrscheinlich schon auf der Transportliste in den Tod, denn das dunkle Reich muss inzwischen bemerkt haben, dass sie nie in Nemundur angekommen sind. Der Mob wird ihn lynchen und warum? Weil dieser vertrottelte Moechtegernkindskopf sich ploetzlich an seine Macht erinnert und sie sogar noch gegen ihn benutzt, verdammt. Er selbst hat fast die ganze Fahrt hierher gebraucht, sich aus Ursi`s Zwang zu befreien. Und dann fluechtet der Trottel ausgerechnet in den Turm mit seiner Macht und laesst sie hier draußen sitzen. Weiß er denn nicht, dass hier alle an eine Bestie glauben, die gar nicht ... ?“

„Und wer geht jetzt rein, und holt die Befehlsgewalt raus?“ Die Stimme von Artifice reißt Seiks aus seinen Gedanken. Er spricht mit gesenktem Kopf in die Runde und fixiert dann genau ihn, blickt ihn direkt in Augen.

„Mhm, ohne Namen zu nennen, aber es ist Deine Idee gewesen, das Ruder zu uebernehmen. Wir sollten uns raushalten und ab Hafentown getrennte Wege gehen. Also, wirst Du ihn entweder zurueckholen und zwingen, zu navigieren. Oder Dir sonstwie die Macht von ihm holen und das Schiff schleunigst auf Kurs bringen, Freundchen.“ Artifice zueckt bei den letzten Worten eine seiner groesseren Babies und ziehlt genau auf Seiks Kopf.

„Wir sollten ihn nur erschrecken, hast gesagt, ganz einfach. Dann kannst du ihn ueberwaeltigen und in Nemundur absetzen. Aber musstest unbedingt warten, wie er sich immer mehr in die Hosen scheißt.“ Kumos hebt seine Armbrust und zielt ebenfalls auf Seiks Kopf.

„Du gehst dort rein und holst ihn. Und beeil Dich.“ Die Meute wird immer lauter.

„Dein Plan, Du gehst da rein und holst ihn.“ Kumos wiederholt es langsamer.

Seiks hat kein einziges Wort gesprochen. Mit schweigenden Entsetzen starrt er in die Gesichter der Meuterer und Verweigerer, die inzwischen alle ihre Waffen auf seinen Kopf richten.

„Wenn wir alle ihm nachlaufen, sind wir schneller wieder auf Kurs. Wir sollten jeder ... .“

Silka drueckte seine Mistgabel an Seiks Hals und schiebt ihn weiter an die dunkle Wand.

„Bist Du jetzt vollkommen vom Klabauter verlassen? Keiner von uns stellt sich dem, was da drin ist. Der Tod lauert dort. Du kennst die alten Legenden. Du weißt, was sie sagen, ueber die Bestie, die dort drin lauert. Ursidae hat es selbst gesagt, die Halle ist feucht. Und warum ist sie das? Weil das Wassermonster da drin den alten bewacht.“

Seiks versucht die Gabel von Silka wegzuschieben, scheitert aber klaeglich, da er ruecklings fast schon mehr ueber der Reeling haengt, als noch an Deck steht.  

„Nichts, als Legendas und Mythen. Keiner hat das Biest je gesehen. Der kleine Hosenscheißer ist da einfach rein. Und wenn der das kann, dann koennen wir das auch... .“

Verzweifelt versucht Seiks die Meute zu ueberreden. Da drin gibt es kein Monster, aber wie soll er das auf die Schnelle erklaren?

Kumos haelt seine Armbrust genau auf Seiks linkes Auge.

„Willst Dein linkes Auge behalten? Mhm? Der Typ da drin hat nicht mehr alle Loeffel im Hosensack. Faselt immerzu von Freiheit und dem Sternenspiel des Traeumers. Hochgradig gefaerliche Gedanken, die uns nur Schererreien bringen, wie jetzt, klar. Und zu dumm, dass er gar nicht weiß, was da drin auf ihn lauert. Du hast uns hierher gebracht, also holst Du seine Macht da raus. Notfalls aus dem Bauch des Monsters.“

Seiks wehrt sich noch einen Moment, dann seufzt er und gibt auf. Sie vertroedeln nur Zeit.

„In Ordnung, ganz einfach. Ich geh rein.“

Silka lockert seine Gabel weit genug, so dass Seiks unbeholfen in die dunkle Oeffnung klettern kann. Kaum ist er verschwunden, kreischt Reschina auf und zeigt panisch mit den perfekt lackierten Fingernaegeln auf den oberen Bereich der dunklen Oeffnung.

Fuer einen Kajim ist dort oben ein Lijwhan festgebannt. Einen, den Reschina noch nie auf dem Schiff gesehen hat. Ein Lijwhan in Tiergestalt, den nur ein maechtiger Tawo besitzt. Der Lijwhan eines Kaempfers. Reschina starrt auf die leuchtend gruene, gehoernte Erscheinung und kaut auf den perfekten Fingernaegeln herum, bis nichts mehr zum Lackieren uebrig ist. Doch niemand beachtet den tuntigen Barbier, der immer theatralisch eine Szene macht. Er ist der Einzige, der diesen Lijwhan erblickt, waehrend die Mannschaft gebannt auf das untere dunkle Schwarz gafft.


„Großer Traeumer, steh uns bei.“ murmelt Reschina vor sich hin und kauert sich zusammen. Wenn das, was er eben gesehen hat, wahr ist, ist das Biest da drin ihr geringstes Problem.

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Lijwhan
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Waehrend Reschina in Angst zerfließt werden Cura und Yronette, die sich im Hintergrund der Meute gehalten haben auf einen nah an der Laisviejda vorbeihuschenden, tuerkisblauen Lichtblitz aufmerksam. Die beiden Frauen blicken verwundert in die Runde, aber keiner der Maenner reagiert, sondern alle gaffen weiterhin die dunkle Wand an und hoffen auf ein Wunder. Cura und Yronette tauschen einen fluechtigen Blick des verstehen aus und stehlen sich vorsichtig und unbemerkt hinauf aufs Oberdeck. Yronette laesst geistesgegenwaertig den Steuerraum milchig trueb werden, damit sie niemand sehen kann. Ursidae besitzt zwar die Navigation des Schiffes, aber alle anwesenden sind nach wie vor in der Lage, der Glasdurchsicht Befehle zu geben.

Beide Frauen naehern sich vorsichtig dem Heck und erfassen einen uralten Mythos.

„Was zum Großen Rashad hat er hier draußen zu suchen?“ Cura haelt entsetzt ihre Hand vor den Mund. Yronette nimmt eine Bewegung hinter sich wahr. Blitzschnell zueckt sie einen Dolch in der Drehung und haelt es dem Angreifer an den Hals. Als sie erkennt, das es Artifice ist, entspannt sie sich und steckt den Dolch weg.

„Ist Dir jemand gefolgt?“ fragt in Cura.

„Die Glotzen alle auf das dunkle Loch und hoffen auf die Rueckkehr des einen Deppen.“ Dann aendert sich sein Gesichtsausdruck, als er entdeckt, was hinter ihr ist. Er schiebt sie und Yronette zur Seite und geht mit weit offenen Mund zur Reeling. Auf dem Wasser kniet ein Mann mit nacktem Oeberkoerper, die Arme weit ausgestreckt, den Kopf elegant auf das Meer verneigt. Sein tuerkisblauer Lijwhan unter ihm verhielt sich wie ein Surfbrett auf einer Welle, der in seinem Ruecken zu zwei Fluegeln auslaeuft. Seine ganze Erscheinung ist majestaetisch.

„Oh Gott, es muss wirklich schlimm um unsere Welt bestellt sein, wenn die Hewhanta ihren Himmel verlassen und zurueck kehren.“ murmelt Artifice entsetzt.

Er, Cura und Yronette sind Inghros, die das gefluegelte Wesen auf dem Wasser kennen und sich an die alten Mythen und Legendas erinnern. Es gehoert zu Ihrer Art.

„Vie ... Vie... Viejenver! Vienjenver! Der Leibhaftige holt uns! Wir sind verloren.“

Silkra, der ein Swelom ist, steht panisch in einer Ecke neben der Steuerkabine, zittert am ganzen Leib. Sein rechter Arm ist weit auf das Meer hinaus gestreckt zu dem gefluegelten Wesen, waehrend er sich die Seele aus dem Leib kreischt. Wenige Augenblicke spaeter poltert der Rest der Mannschaft jolend die Treppe zu Ihnen hoch.

Der Hewhanta hebt nur kurz den Kopf und fixiert die drei Inghros am Heck auf dem Schiff. Ein feines, ueberhebliches Laecheln umspielt seinen Mundwinkel, in seinen Augen blitzt es auf. Dann drueckt er sich kraftvoll vom Meer ab und erhebt sich in den Kemelom hinauf.

„Verdammte Scheiße.“ flucht Artifice und spuckt auf das Meer hinab.

Der Rest der Mannschaft sind Sweloms, im dunklen Reich geboren. Sie haben keine Ahnung von den alten Legenden, da sie verboten sind. Sie glauben nur noch an Engel und Teufel.

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   „Scheiße, Scheiße, Scheiße.“ Ursidae`s Herz klopft ihm bis zum Hals, als er zwei Camons tiefer auf dem nassen Boden aufkommt. Dummerweise rollt er sich auch noch instinktiv in dem knoecheltiefen Brackwasser ab und sieht daraufhin vollends, wie ein betraufter Karsack aus.     „Ach Scheiße!“ Gehetzt wischt er sich unbeholfen ueber seine nasse Weste, als ihm ein widerlicher Geruch auffaellt. Er ruempft die Nase und schuppert mehrmals in die Luft, dann an seiner Kleidung. Als er seine Haende an die Nase fuehrt, verzieht er angewiedert sein Gesicht und wendet sich ab. Das Wasser stinkt faulig suesslich, ein wenig nach Verwesung und er ist von oben bis unten damit besult.     „Ach, verdammte Scheiße.“ Angewidert reibt er sich seine Haende mehrmals an seinen Hosenbeinen ab, was gegen sein Ekelgefuehl ueberhaupt nicht hilft, da seine schwarzen Handschuhe mit dem Zeug besult und nass sind. Einen Moment erwaehnt er, sie auszuziehen, aber wer weiß, ob die Dinger ihm nicht doch irgendwie nuetzen. Wuetend, da er hier kostbare Zeit verschwendet, schaut sich in der großen Halle nach Flucht- moeglichkeiten um. Er zoegert immer noch, waehrend sein Blick panisch ueber die kahlen Waende und Decke huscht. Die kathedrahlenhohe Halle ist vollkommen leer und verlaeufte links und rechts von ihm endlos weiter. Die einzigen Lichtquellen sind die hellen Rauchsaeulen, die nebeneinander weit in die Ferne verlaufen. Unter anderen Umstaenden haette Ursidae die Schlichtheit der Halle bewundert. Die rauchigen Saeulen muenden an einer Tonnendecke in kunstvolle Strebeboegen, die mit feinen filigranen Ornamenten umspielt sind. Ja, unter anderen Umstaenden, jetzt barucht er dringend ein Versteck, eine Fluchtmoeglichkeit, irgendetwas. Einen panischen Moment lang dreht er sich zu der dunklen Wand um, durch die er hereingekommen ist, doch er ist nach wie vor allein in dieser Halle in der Bruehe. Aber zu seinem Erstaunen ist hinter ihm jetzt eine kahle, geschlossene Steinmauer erschienen. Ursidae blinzelt mehrmals, unschluessig, verschwendet noch weitere kostbare Kajims und geht an die Wand zurueck. Darauf gefasst, dass seine Leute jeden Moment hereinstuermen koennen, betrachtet er sie ganz genau, ehe er es  vorsichtig wagt, sie zu beruehren ...   und auf harten, kuehlen Stein stoesst.      Er holt mehrmals tief Luft und steht kurz vor einer Panik. Der Gestank wird immer ekelerregender und seine Gedanken fetzen mit Lichtgeschwindigkeit durch sein Oberstuebchen. Ist die Wand nur auf seiner Seite Massiv, oder auch von der anderen? Ist er vorerst sicher, oder spaeter mit seinem Meuchelmob hier eingesperrt. Ist das eine Falle, fuer die, die versuchen den Alten zu befreien? Wo zum Klabauter ist die Rawyhan? War Seiks immer noch sein Freund? Ist Reschina wirklich in Artefice verliebt?  Er fasst sich an den Kopf und haelt sich einen Moment die Ohren zu. Das waren zu viele Gedanken, die er da hatte. Besonders ueber letzteren wollte er definitiv nicht nachdenken. Er dreht sich um und durchforscht erneut mit seinem Blick Halle, sucht fieberhaft irgend etwas, dass nicht da ist, ein Versteck.    „Ach was soll`s.“ Vollkommen planlos stapft Ursidae in der miefenden, knoechelhohen Brackbruehe nach rechts an den endlosen Rauchsaeulen entlang, in der Hoffnung, dort hinten so schnell, wie moeglich, ein Versteck zu finden und seiner Meute zu entgehen. Der feine, weiße Lijwhan, den das Wasser verbreitet, beginnt durch seine Bewegungen nebelartig aufzuwabern, was dem ganzen Ort einen unheimlichen Schein verleiht. Er hat jedoch keine Zeit mehr dafuer, sich zu fuerchten, denn jeden Kajim erwarte er das Gebruehl seiner Maenner, die ihm hinterher jagen werden, also muss er so schmell, wie moeglich, hier weg. Er bemerkt nicht die beiden durchsichtigen Reptilieaugen, die aus dem Wasser auftauchen und ihn folgen.    Ursidae entsinnt sich nicht mehr, wie lange er durch die Halle gestapft ist. Das waten durch das knoecheltiefe Faulwasser ist emotional unglaublich anstrengend fuer ihn und er muss immer wieder stehen bleiben, um Luft zu holen. Dummerweise atmet er dabei dieses immer schlimmer werdenden Geruch ein, so dass er immer wieder wuergen muss. Es kommt ihm wie eine Ewigkeit vor, die Halle will und will einfach nicht enden. Als ob es ewig so weiter ... Ursidae bleibt angewurzelt stehen und haut sich auf die Stirn. Wie kann er nur so bloed sein. So verdammt bloed.    „Idiot, Idiot, Idiot!“ bei jedem Wort schlaegt er sich mit der rechten Faust ins Gesicht, so fest und hart er kann. Beim dritten Schlag blutet seine Nase. Ursidae betrachtet angewidert die dunklen Flecken auf seinem verschmutzten Handschuh und haette sich am liebsten weiter geschlagen. Die Ekelbruehe an seinen Handschuhen interessiert ihn im Moment ueberhaupt nicht.     „Ich verdient es nicht, Kapitain zu sein. Wer bin ich denn schon, dass ich mir einbildet frei sein duerfen. Ich, der Nichtsnutz und Niemand.“ Pah. Ein gehaessiges Schnauben ueber sein Elend verliert sich in der endlosen Halle. Ursidae verliert seine Beherrschung in Momenten, wie diesen nur, wenn er allein ist, oder sich unbeobachtet fuehlt. Leider sind diese Momente sehr oft in letzter Zeit. Er ballt seine Haende zu Feusten und atmet schwer und tief, bis der Drang nach Selbstbestrafung nachlaesst. Erst dann oeffnet er seine Haende und versucht die Herrschaft ueber seine Gedanken zurueck zu gewinnen. Es kann nur wenige Kajim`s, aber auch ganze Beshmi`s gedauert haben, er weiß es nicht.     Er ist so mit sich beschaefftigt, dass er nicht bemerkt, wie sich Seiks inzwischen langsam hinter ihm ranschleicht, waerend zwei Augen im Wasser die beiden ganz genau beobachten. Ursidae wischt sich das Blut von der Nase und reibt sich die Handschuhe notduerftig an seinen Hosenbeinen ab. Seine Wut auf seine eigene Dummheit  ebt ab. Ohne es zu begreifen, ist er eine Ewigkeit die schier endlose Halle entlang gelaufen und wuerde noch tagelang weiterlaufen, ohne jemals an ein Ende zu gelangen. Die Halle muss wie ein Ring im Inneren des Turmes entlang verlaufen. Wo sie endet und ob sie ueberhaut endet, kann er nur raten, aber er vermutet, dass sie im Kreis herum verlaeuft. Kein Wunder, dass dem Alten da oben nie eine Flucht gelungen ist. Von der Rhawyan ist auch immer noch keine Spur in sicht. Er hoffte nur, dass sie auch in so einer Falle festhing und nicht weiter kam. Wohin jetzt? Der Durchgang, durch den er herein gekommen ist, kann er nicht mehr nutzen. Aber, wie kommt er jetzt hier heraus?  Ursidae wirft den Kopf in den Nacken und betracht das Tonnengewoelbe weit ueber seinen Kopf. Fuer klare Einzelheiten dort oben ist es zu dunkel, aber im Licht der Rauchsaeulen kann er kleine feine, schwach gluehende Fadenwuermer ausmachen, unzaehlige von Ihnen. Diese kleinen Insekten halten sich nur an Orten auf, wo schmackhafte Leichen verwesen.     „Oh, mein Gott. Diese Hurensoehne.“ murmelt er. Jetzt ist ihm auf grausame WEise klar, warum die Bruehe hier so gotterbaermlich stinkt. Wahrscheinlich weiß das seine Mannschaft, vor allem Seiks, und hat ihn bewusst hier her gelockt, damit er elendig ... . „SCHLUSS“. Mit einem lauten Ruf durchbricht er seinen Gedankengang und atmet ein paar mal tief durch. So kommt er nicht weiter und schon gar nicht hier raus. Unschluessig, was er jetzt tun soll, dreht er sich ein Mal im Kreis. Seiks reagiert instiktiv und versteckt sich hinter einer Rauchsaeule. Im Gegensatz zu Ursidae hat der Kraftprotz von Huehne keinerlei Schwierigkeiten, durch das Wasser zu waten und hat ihn sehr schnell eingeholt. Aber Ursidae bemerkt ihn in seiner aufkommenden Panik gar nicht und glaubt immer noch, allein zu sein. Er reibt sich mehrmals mit seiner rechten Hand den Nackenbereich, was er meistens tut, wenn er ratlos und vor allem unsicher ist.  Dann senkt Ursidae den Blick und betrachtet ein verzerrtes Spiegelbild auf dem Wasser. Er konzentriert sich darauf, versucht das Gesicht ganz genau im Wasser zu erfassen, wie seine Kontur langsam klarer und deutlicher ...  ... und sofort wieder verschwimmt.
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   „Ach, gequirlte Arachnoidenrotze!“ Fuer einen Kajim erstarrt die Welt, waehrend diese flehentlichen Worte in einem zitternden Licht laut ueber das schwebende Weltenmeer hallen und sich wellenformig ausbreiten. Ursidae seufzt gequaelt und bricht einen Moment in sich in dem kleinen Behelfboot zusammen. So kurz davor, so ganz kurz davor,  er hat es schon fast erkennen koennen, aber nein. Die Wut ueber seine eigene Unfaehigkeit, seine Erinnerung zu knacken, hat ihn wieder in seine Gegenwart auf dem Weltenmeer katapultiert. Sein Begleiter betrachtet ihn einen Moment mitfuehlend, schweigt jedoch. Nichts, was er sagen wuerde, kann Ursidae helfen oder ihm seine Verzweiflung ueber seine fehlende Erinnerung an seine Gestalt nehmen.      Lange verharrt er so in sich und seinem Schmerz versunken, ehe er es wagt, den Blick zu heben und das Weltenmeer vor sich zu betrachten. Fast friedlich und ruhig ist es, waehre da nicht die boese Vorahnung der Ungewissheit ueber das was vor ihm liegt. Ursidae fuehlt sich elend, hilflos und ein Gefuehl, dass er seit langen mit sich herumschleppt und ihn schier zur Verzweiflung treibt, unvollstaendig. Er kann es sich nicht erklaeren, oder anders bennen, irgendetwas fehlt ihm, und das war nicht nur die fehlende Erinnerung an sein Aussehen. Er dreht den Kopf ein wenig nach lins und beobachtet seinen Begleiter. Diesen seltsamen Kerl, der ihn erst recht in ein Schlammassel hineingeritten hat. Immer wieder laesst er ihn allein, mitten im schwebenden Weltenmeer und den Gefahren. Aber immer wieder kehrt er auch rechtzeitig zurueck, um ihn aus diesen Gefahren zu befreien, mitten im schwebenden Weltenmeer ... bis jetzt zumindest. Ursidae ist immer noch unschluessig, ob er sein Freund oder doch sein Feind ist? Seine Lage hat sich mit ihm nicht besonders verbessert, im Gegenteil. Staendig redet der Kerl so seltsame Sachen, wie freies Denken, selbstbestimmtes Leben, goettliche Gaben, die jeder in sich hat und entfalten muss. Er redet davon, dass die SpielWelt einst ganz anders gewesen ist, frei von Angst und Macht. Von einer Zeit vor den Samrats. Er redet vom Schloss der Traeume, etwas, dass er noch nie gehoert hat und wuerde am liebsten Nemundur zerstoeren, und alle Gefangenen befreien und die Alte Ordnung wieder herstellen. Ursidae weiß nicht so recht, ob der Knilch ein wahnsinniger Spinner ist, den er schleunigst los werden soll, ober doch etwas wahres dran sein koennte?     Er wird sich spaeter darueber den Kopf zerbrechen. Zumindest jetzt muss er dieses Nervenpaket noch ertragen. Er steuert genau auf das Danus Ma Prewrijos zu, dem fallenden Wolkenmeer, mit nichts, als dieser halb kaputten Nussschale, in seiner jetzigen Gestalt. Und alles, was ihm bleibt, ist einem Spinner zu vertrauen, der am liebsten selbstmoederisch eine Revolte gegen das dunkle Reich anzetteln will.  Ursidae schließt seine Augen und versucht nochmal, verzweifelt, seine Gestalt im Wasser der Erinnerung zu erkennen...
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   Das Spiegelbild zu seinen Fuessen bleibt einfach verzehrt, was Ursidae verwundert. Ursidae bemerkte erst jetzt, dass seine Beine leicht zittern. Verdammt, wie lange schon verfolgt er die Rhawyan und watet durch diese kalte nach Faulnis miefende Brackpfuetze am Boden? Er weiß es nicht, aber trotz seines Ekels hat er jetzt das Verlangen nach einen guten, rauchigen Conjak, der ihm schoen den Rachen hinab brennt und auf einen Schlag eine menge Sorgen beseitigt. Genervt, vor Selbstmitleid treifend und bald am Ende seiner Kraft, tut Ursidae das, was er immer tut, die Welt verfluchen.     „Scheiß auf den Samrat.“ Kraeftig zieht er ein Gemisch aus Rotz und Speichel tief aus dem Rachen hoch und spuckt diesen wiederlichen Schleimbatzen auf sein verschwom- menes Abbild im Wasser. Eben will er weiter waten, in der Hoffnung, irgendwie doch noch einen Ausgang aus dieser Hoelle zu finden, als er einen Schrei hoert.    „Urs, pass auf!“    Erschrocken dreht sich Ursidae um und zueckt dabei mit einer fließenden Bewegung sein leuchtend, blaues Flammenschwert, dass er stets in dem Seidenschal an seiner Seite verbirgt. Verwundert betrachtet er das angsterfuellte Gesicht von Seiks, dass ihn panisch anstarrt. Nein, nicht ihn, erkennt Usidae, etwas hinter ihm. Instiktiv laesst er sich auf die Seite fallen und rollt sich ab, kommt taumelnd in dem Wasser zum stehen und watet unbeholfen ein Stueck weit auf Seiks zu. Jedeoch achtet er genau darauf, genug Abstand zu wahren, soll er ihn dennoch angreifen und toeten wollen.      Als er sich vollends dem zuwendet, was seinem Steuermann so in Angst und Schrecken versetzt, wird er blass. Er kann es schlichtweg nicht glauben, was er sieht und muss sich beherrschen, nicht gleich panisch davon zu laufen. Was zum Weltenmysterium hat DAS hier zu suchen? DAS da duerfte es in der SpielWelt gar nicht mehr geben!    Vor Ihnen schwebt eine gewaltige Wassermasse in der Halle umhuellt von einem weißlichen, nebelartigen Schein. Aber das, was die beiden Maenner so panisch reagieren laesst, das Wasser hat die Form und das Aussehen einer laengst vergessenen Legenda. Vor Ihnen steht ein haushohes Wesen, das fast bis hinauf ans Gewoelbe reicht. Ein haess- licher, ueberdimensional großer, langer Kopf mit flacher Schnauze und rasiermesser- scharfen Zaehnen im Maul starrt mit lauernden Blick auf die beiden herunter. Wie bewegtes Glas schimmert dieser Kopf im Schein der Rauchsaeulen, Wasser laeuft an ihm hinab und verschmilzt an verschiedenen Stellen wieder mit der Wassermasse am Boden. Den wuchtigen, schlangeartigen Koerper, der weit in die tiefere Halle reicht, koennen sie nur erahnen. Sobald der erste Schrecken vorbei ist, arbeitet es in Ursidaes Kopf fieberhaft. Er erkennt zwei Dinge. Erstens, sie muessen so schnell wie moeglich hier heraus, und zweitens, was sich vor ihnen in der Halle bewegte, ist ein Wasserdrache, das gefaehrlichste Wesen in dieser Welt. Ein Mythos, denn noch nie hat jemand ihn gesehen und war in der Lage, spaeter noch daraeber zu berichten.    „Wo kommt der her?“ fluestert Ursidae.    „Er ist einfach so da gewesen, aus dem nichts.“, antwortet Seiks ebenso im Fluesterton, „Also, was tun wir jetzt?“    „Weg hier.“ Unendlich langsam weicht Ursidae zurueck, ohne das Monster auch nur einen Moment aus den Augen zu lassen. Seiks folgt in einem Abstand neben ihm.     „Ich wuerde das an Eurer Stelle sein lassen.“ Die Stimme des Drachen ist sanft und ungewoehnlich hell. Mit seinen reptilenartigen Wasseraugen mustert er die beiden misstrauisch von oben bis unten.    „W... Wieso? Willst Du uns fressen?“ Ursidae lacht nervoes und versucht dabei mutiger zu klingen, als er ist. Er hasst solche brenzligen Situationen, besonders solche, die seinen garantierten Tod bedeuteten.    „Vielleicht.“ Der Drachenkopf bewegt sich und gibt den Blick auf einen ausgedehnten und gebogenen Schlangenkoerper aus Wasser frei. Seine rechte Vorderpfoten mit langen, barbiermesserscharfen Krallen klackert dabei auf dem Wasser und verursacht das unangenehmes und laute Geraeusch eines tausendfach verstaerkten Wassertropfens. Weiter hinten in der Halle sind zwei angewinkelte, muskuloese Hinterpfoten zu erkennen mit noch langeren Krallen.      Mit einem lauten Donnern erhebt sich der Wasserdrache auf alle Vieren und beugt seinen Oberkoerper ein wenig herab, was ihm etwas raubtierhaftes verleit. Ein Raubtier, dass sich zum toedlichen Sprung bereit macht. In Ursidae schreit alles danach, sofort die Flucht zu ergreifen, aber er bleibt, wo er ist, da er weißt, dass es aus dieser Halle keinen Ausgang gibt. Seiks neben ihm ist bis zum zerreißen angespannt, wechselt nervoese Blicke zwischen Ursidae und dem Drachen hin und her.    „Vielleicht?“ wiederholte Ursidae panisch.    „Ja vielleicht.“ Der Drache seufzt. „Menschen schmecken schauderhaft, wenn sie so lange auf dem Meer gesegelt waren, zaeh, ledern und irgendwie ... versalzen.“ Seine Augen blitzen morluestern auf.    „Wir waren viele Jahre auf dem Meer.“ wirft Seiks schnell ein. Der Drache kommt noch ein Stueckchen naeher und schnueffelt intensiv, dabei ran Wasser von seiner Schnauze und tropft auf Ursidae und Seiks. Angewidert wuerden sich die  beiden  am gern die faulige Bruehe aus dem Gesicht wischen, aber sie bleiben eisern stehen, vollkommen auf den Drachen fixiert.    „Stimmt, ihr wart lange auf dem Meer.“ Der Drache hebt seinen Kopf wieder.    „Dann koennen wir ja gehen, oder?“ Ursidae macht schon wieder Anstalten, sich ganz langsam rueckwaerts zu bewegen.    „Ich sage, ihr sollt das lassen.“ Die Worte kommen jetzt boesartig zischend. „Ich habe mich noch nicht entschieden.“    Ursidae wechselt weitere hilfesuchende Blicke mit Seiks, gibt ihm zu verstehen, er soll den Drachen ablenken. Seiks schuettelt energisch den Kopf und nickt seinerseits auf Ursidae.     „Ich weiß nicht, ich weiß nicht.“ Der Drache lenkte ihre Aufmerksamkeit erneut auf sich. Er genoß es, wie die beiden vor ihm immer panischer und aengstlicher wurden. Er seufte lauter, sein Leib beginnt hin und her zu zucken, unklar ob aus Unruhe oder Vorfreude. Er hat wieder so ein Funkeln in den reptilienhaften Augen und fast schon ein syffisantes Laecheln. Ehe Ursidae und Seiks es sich versahen, schoss der Wasserdrache mit weit aufgerissenen Maul vor und stuerzt sich auf sie. Entsetzt und zur Salzsaeule erstarrt gaffen sie auf riesige, rasant heran rauschende spitze Zaehne in einem Maul, das locker 10 Maenner auf einmal verschlingen kann. Ursidae kann nur noch seine Augen schließen, als das Maul sich ueber senkt und der Drache sie von den Fueßen reißt.     Ist zerkaut werden sehr schmerzhaft...? Ist alles, was er noch denken kann, als er hilflos von etwas risigem und kurioserweise wichem im Maul des Drachen umhergewirbelt wird. Vor Schreck hat er nicht eingeatmet und bekommt jetzt keine Luft mehr. Alles straeubt sich in ihm, dieses Faulwasser zu schlucken. Dann prallt er mit dem Ruecken schmerz- haft gegen etwas sehr Hartes. Reflexartig atmet er die widerliche Bruehe ein und erwartet wuergend, von den maechtigen Hauern zermalmt zu werden.     Kajim`s verstreichen waehrend er hustend und wuergend mit geschlossenen Augen auf das Ende wartet. Aber nichts geschieht. Ursidae oeffnet nach ein paar Herzschlaegen die zusammen gepressten Augenlider und spaeht umher. Zu seiner Verwunderung stellt er fest, dass er noch lebt und sich bewegen kann. Er lehnt in einer aufrecht sitzenden Posi- tion an der kalten Steinmauer. Doch dann ruempft er wieder angewiedert seine Nase. Er ist von oben bis unten von der fauligen Bruehe besult und sitzt darin. Seiks neben ihm starrt den Drachen zornig an, waehrend dessen helles, bellendes Lachen durch die ganze Halle donnert. Er hat sie nicht gefressen, sondern nur an die Wand gespuelt, und fand das auch noch komisch.    Hustend und Wasser ausspuckend kaempfen sich Ursidae und Seiks wieder auf die Beine. Durch die Lijwhans ihrer Schwerter ist es einfach ihre abhanden gekommen Waffen in der trueben Brackbruehe zu finden. Und bald schon standen sie weider Kampfbereit vor dem Ungetuem. Ursidae fuhr sich mit der linken Hand ueber sein Gesicht und rotzte erst mal los. Wuetend schaute er zum Drachen auf, der die beiden wieder von oben herab anflunkerte. Irrte er sich, oder hatte der Drache ein amuesiertes Grinsen im Gesicht?    „Was zum siebenschwaenzigen Rattenkracken sollte das eben? Rede, Du elender Wurm.“ Ursidae hat jegliche Furcht verloren, er ist nur noch stinksauer. Wild fuchtelte er mit seinem Flammenschwert vor dem Drachenkopf herum, kann aber nichts ausrichten. Der Drache gluckst nur, ein weiterer Schwall Wasser ergießt sich auf Ursidae und Seiks, die zurueck wichen und sich die Bruehe aus den Gesicht wischten. Mit jeder Salve verliert Ursidae seinen Ekel, jedoch waechst seine Wut gewaltig.    „Er kann uns nicht fressen, er besteht nur aus Wasser.“ Es ist mehr eine Feststellung, die Seiks da aeußert.     „Aus Brackwasser, meinst Du wohl?“ Knurrt Ursidae.    „Aber ich kann euch aergern.“ Und schon rauscht er ein zweites Mal auf die beiden Maenner zu. Ehe sie ueberhaupt reagieren koennen, landen sie erneut  an der harten Steinmauer. Ursidae ist bauchlings angekommen und zappelt wie ein Fisch im Wasser, ehe er sich aufrappeln kann. Seiks flucht laut vor sich hin, schlaedgt wuetend mit seiner Faust gegen die Mauer und dreht sich mit einem moederischen Blick zum Drachen um. Ihre Schwerter haben sie dieses Mal festgehalten.    Der Drache ist schon wieder in die Hoehe geschossen und holte voller Freude zum naechsten Sturz aus. Ursidae hat die Nase voll. Er greift mit seiner rechten Hand in seine Weste und zueckt die kleine Scherbe aus der Innenseite. Seit der Meuterei auf seinem Schiff hat er sie voellig vergessen und auch den Glauben an ihre Macht verloren. Er weiß immer noch nicht, wie Seiks sich dagegen wehren konnte, aber das ist jetzt im Moment unwichtig. Siegessicher haelt er sie dem entgegenkommenden Drachen genau vor das Gesicht.     Der Drache stutzte und macht ein verdattertes Gesicht, als er es erkennt und rauscht in einer scharfe Kurve um Ursidae und Seiks vorbei. Er schliddert auf eine Rauchsaeule zu und wird von ihr auseinander gerissen. Seine Wassermasse zerfaellt, platscht wuchtig auf die Knoecheltiefe Bruehe auf. Die hohe Welle, die sein Wasserkoerper verursacht, droht die beiden schon wieder von den Fueßen zu reißen. Sie schafften es schwankend und mit Muehe, auf den Beinen stehen zu bleiben.    Als das Wasser sich beruhigt, ist es ein paar Kajims vollkommen ruhig und Ursidae glaubt schon, den Drachen besiegt zuhaben. Dann erhebt er sich langsam und mit griesgraemigen Gesichtsausdruck in einem respektvollen Abstand von den beiden entfernt.     „Spielverderber.“ schimpft er und streckt seine Wasserzunge heraus. Ursidae ignoriert seine Spielchen und bleibt hart. Er haelt die kleine glaenzende Scherbe dem Drachen hin. „Du kennst das, nicht war?“  Ein Schnauben hallt als Antwort durch die Halle.  Ursidae ist im Augenblick so auf den Drachen fixiert, dass er nicht bemerkt, wie Seiks den Gegenstand in seiner Hand ganz genau mustert.     „Was bist Du?“ will Ursidae wissen. Der Leib des Drachen zuckt nervoes hin und her, er sagt aber nichts.    „Antworte mir.“ Er spricht lauter, drohender. Die Scherbe in seiner Hand beginnt schwach in einem hellen gelb zu gluehen. Ein feiner Lichtstrahl breitet sich kreuselnd zum Drachen hin aus.    „Nein, halt warte.“ Die Stimme des Drachen hat fast einen schrillen Ton ange- nommen. „Ich rede, ich erzaehl Dir alles. Nur bitte, bitte, hoer auf.“    „Meine Guete, was fuer eine Memme,“ stoehnt Ursidae. Er laesst seine Scherbe zur Warnung noch etwas staerker aufleuchten, dann hoert es auf und der feine Lichtstrahl loest sich in Rauch auf. Die Scherbe behaelt er weiterhin wie eine Waffe auf den Drachen gerichtet in seiner linken Hand waehrend er mit seiner rechten immer noch sein Schwert hielt. Er wirft einen Blick auf Seiks, der immer noch ein wenige abseits neben ihm steht. Freund oder Feind? Ursidae kann immer noch nicht einschaetzen, was er von Seiks hier halten soll und widmet sich erneut dem Drachen.     „Kannst du das nicht wegtun, ja? Ich rede ja schon.“ Dem Drachen bereitete es sichtlich Unbehagen, jedoch laesst sich Ursidae davon nicht beeindrucken. „Nein.“ sagte er nur kurz und knapp und haelt eisern seine Hand hoch.    „Rede endlich.“    „Au, nicht gleich grob werden, ich rede ja.“ Der Drache mault noch ein paar kleinlaute Verwuenschungen von oben herab, gefolgt von lauter Wassertropfen, ehe er zu erzaehlen anfaengt.    „Also gut, ich bin ein Wasserdrache. Aber ich kann keiner Fliege etwas zu leide tun, ich kann nur alles nass machen.“ Mit gespitzten Lippen warf er den Kopf in den Nacken und einen Wasserstrahl aehnlich einem Springbrunnen nach oben schießen. Er huetete sich jedoch dieses Mal peinlich davor, die zwei Spielverderber zu treffen. Grinsend verneigt er seinen wuchtigen Kopf, um enttauscht festzustellen, dass weder Seiks noch Ursidae beiendruck sind.     „Was ist dann mit dem Mythos.“ fragt Seiks ernst weiter.    „Erfunden, damit mich die Leute in Ruhe lassen. Darf ich euch noch mal Nass machen? Ich hatte schon lange keinen Spaß mehr.“ Er grinst zuckersueß und blinzelt mit seinen Augenlidern. Als Antwort laesst Ursidae seine Spiegelscherbe sofort wieder aufleuchten.    „Hey, schon gut. Mensch, seid ihr langweilig, versteht nicht mal Spaß.“    „Wie bist Du hier herein gekommen?“ Ursidae fragt sich immer noch, wie er hierwieder heraus kommen soll.    „Was? Du bist echt lustig. Erst mich aus dem Schlaf reißen und dann nichts mehr wissen. Du hast mich doch gerufen.“ Der Drache ist sichtlich noch mehr beleidigt, als vorhin. Ursidae und Seiks wechseln einen erstaunten Blick.    „Wie meinst Du das, Ich habe Dich gerufen?“    „Naja, als Du hier auf den Boden gespuckt hat, da hast Du mich gerufen. Und schon eile ich herbei.“ Ursidae ist jetzt voellig verwirrt.    „Ich hab Dich gerufen, weil ich auf den Boden gerotzt habe? Na, toll!“ Er kratzt sich am Kopf und holt tief Luft.    „Kennst Du Dich hier im Turm gut aus?“ fragt Seiks weiter.    „Klaro, ich lebe ja schließlich hier.“ Der Drache tut so, als ob er seine Vorderpfoten lecken wuerde, jedoch ist es mehr ein Wasser auf den Boden verteilen, denn ein sauber lecken.    „Was ist mit dem Wasserschlitten, der unter dem Turm durch getaucht ist. Haben die einen Weg hier herein gefunden?“ Ursidae schaute den Drachen in die Augen, er bekam jedoch keine Antwort. „Drache!“    „Ja, ja schon gut. Sie sind hier herein gekommen.“     „Wo sind sie?“ mischte sich Seiks wieder ein.    „Na wo wohl? Oben im Turm ist dieses elende Pack in der Blechbuechse. Keine Moeglichkeit zu spielen. Pah.“ mault der Drache beleidigt und dreht den Kopf zur Seite.    „Wie kommen wir dorthin?“ Ursidae beeindruckt das Gejammer des Drachen immer weniger.    „Dorthin, dorthin. Warum wollen immer alle dorthin? Hier unten bei mir ist es doch viel lustiger!“ Der Drache hatt seinen Kopf immer noch zur Seite gedreht und mittlerweile die Vorderpfoten verschraenkt.    „Drache, mach mich nicht wuetend.“ Ursidae verliert langsam die Geduld. „Erzaehl uns endlich alles.“ Drohend laesst er den Gegenstand wieder aufleuchten.    „Ja, ja schon gut. Nicht gleich beleidigt sein. Meine Guete, was seid ihr fuer zwei Miesepeter.“ Er schnauft noch ein paar Mal, setzt sich etwas auf die Hinterbeine und greift sich mit den Vorderpfoten an die Brust.    „Also, ihr wollte dort hinauf zu den Schiff und den Leuten, die mehrmals vorbei schauen?“ Ursidae fixiert Seiks, damit hat er nicht gerechnet, dass die Rhawyan oefter den Alten besucht.    „Warum flieht der Alte nicht mit der Rhawyan?“ will Ursidae wissen.    „Worueber reden die?“ Seiks faehrt Ursidae ins Wort und schaut den Drachen auf eine seltsame Art an.    „Ach ueber das Meer und das Wetter … ja, ja schon gut. Nicht wieder mit dem Ding da fuchteln. Sie reden ueber die Macht und Selbstbestimmung und eigene Entscheidungen.“ Ursidae kann es nicht glauben, die Worte klingen gleichzeitig so fremd und doch so schmerzlich vertraut in seinen Ohren.     „Sie reden darueber, selbst zu entscheiden, was sie wollen. Dass sie die Wahl haben, tun zu koennen, was ihnen beliebt. Und nicht tun muessen, was er sagt.“    „Bring mich sofort zu ihnen.“ Ursidae ging auf den Drachen zu.    „Das ... ist nicht so einfach, es gibt da ein gewisses Gesetz, an das ich mich halt... .“ faengt der Drache an.    „Sofort!“ Ursidae bruellt es so laut, dass die ganze Halle donnert.    „Ihr koennt nicht auf mir reiten. Und bis ihr oben seit, ist alles schon wieder vorbei.“ Der Drache setzt ein unschuldiges Gesicht auf und sieht mitleidig zu Ursidae herab.    „Und wie ist dann die Rhawyan dort hinauf gelangt? Sind sie geflogen?“, fragt er weiter.    „Nein, sie sind in der Tonnensaeule in er Mitte des Turmes Schiff hoch getaucht.“ erwidert der Drache. Als er aber die fragenden Gesichter der beiden Maenner sieht, faengt er zu erklaeren an.     „Der ganze Turm ist innen oberhalb des Meeresspiegels hohl. Es gibt unter Wasser eine kleine Oeffnung, durch die die Blechbuechse in den Turm gelangt. Der Typ in der Blechbuechse, also der Boss da drin meine ich, muss das Wasser beherrschen. Er laesst es an der Innenseite des Turmes nach oben steigen, und mit dem Wasser die Blechbuechse. Zu Fuß wuerde es eine Ewigkeit dauern, die Treppe nach oben zu steigen. Ah, da faellt mir ein, ich kann euch zeigen, was sie sagen.“    Ursidae und Seiks schauen sich fragend an, als der Drache augenblicklich spaeter in sich zusammen faellt und die beiden schwupps wieder nass spritzt.     „DRACHE!“ Ursidae braellt es aus leibes Kraeften.     „Ups, tschuldigung, ist keine Absicht.“ Die Stimme des Drachen kommt von einer glatten, spiegelnden Stelle auf der Brackbruehe vor ihren Fueßen. Seiks zieht eine Augenbraue hoch, Ursidae starrt gebannt und mit seiner Scherbe in der Hand, was weiter geschieht. Die glatte Oberflaeche verschwimmt einen Moment, ehe eine andere Szene auf ihr erscheint, eine Szene in einem anderen Raum irgendwo in diesem Turm.
Tczarles-Schrift
spielwelt-handweiserRand
   Ursidae weicht keuchend mit kalk weißem Gesicht zurueck. Er und Seiks haben das Gespraech bisher schweigend und vollkommen gebannt belauscht. Aber als der Alte sich direkt zu ihm umgedreht hat, ist es ihm eiskalt dne Ruecken herab gelaufen. Weiß er, dass er beobachtet wird? Seine Gedanken ueberschlagen sich. Die Solar ist wirklich dunkler geworden und es muss eine Art Schockwelle da draußen gegeben haben, durch den Einschlag dieser seltsamen Plattform mit dem brennenden Inghros. Er erinnert sich noch genau an das schmerzverzerrte Gesicht, waehrend er in diesem befremdlich erstarrten Moment wie ein Irrer auf seinem Schiff herum gerannt war. Auf dem Meer haben sie davon nichts zu spueren bekommen, aber wo ist sie eingeschlagen? Die Plattform ist so schnell aus seinem Schiffsrumpf heraus geschossen und in der ferne verschwunden, waehrend er und der Rest seiner Meute mit der Armee an Greifern beschaefftigt gewesen war.    Ursidae ist so in seinem Gedankenkarussel gefangen, dass er Seiks und den Drachen gar nicht mehr wahr nimmt. Er bemerkte nicht, wie Seiks ganz langsam und fast schon zeitlupenartig etwas naeher an ihn heran tritt, um das Wasser nicht zu sehr aufzu- wirbeln. Sein smaragdfarbener Lijwhan beginnt sich, mit einer ganz feinen giftig gelben Marmorierung zu durchziehen. Ursdidae versucht in Gedanken das Gehoerte irgendwie zu behalten und lauscht weiter.     „... Ja„ bestaetigt der alte Tczaerles, „wenn alle Tawo`s der Spielwelt herraus finden, dass sie die Wahl haben, selbstbestimmt zu leben, losgelaest von der Macht des Einen, und ebenfalls tun koennen, was sie wollen, wie der erste große Traeumer selbst. Wenn sie erfahren, wer sie einst waren und was fuer eine Macht er ihnen genommen hat … .„ „... und dass sie die ersten waren, die hier her kamen. ...“    Freie Wahl … vergessen, wer er ist? Macht? Er ist also nicht bis in alle Ewigkeit dazu verdammt, ein Totengraeber zu sein und Menschen in die Hoelle von Nemundur zu schicken? Seinen Semua zu verkaufen und ein lebender Toter zu werden, an dessen Haenden das Blut von Tausenden klebt? Innerlich  hin und her gerrissen starrt er weiter auf die spiegelnde Flaeche vor ihm, vollkommen gefesselt von den ihm voellig fremden Woertern. Er versteht noch zu wenig.     „... und dass sie die ersten waren, die hier her kamen.“ beendet eben Rashold den Satz. „Schah matt.“  sagt der Alte. Rashold sieht ihn erstaunt an, suchend huschen seine Augen ueber das Spielbrett, jedoch gibt es fuer seinen kleinen Herrscher auf dem Feld keinen Ausweg mehr. Er zieht ein letztes Mal an seiner Pfeife, seufzt tief und steht auf. Die Pfeife erlischt in seiner Hand und er steckt sie sich in die linke Brusttasche seiner dunkelblauen Marineuniform zurueck.  „RASHAD“. Der Ruf hallt von irgendwo zu ihm heran. Rashold nickt. Mit einem seufzen blickt er intensiv auf den alten Mann. Ursidae hat das Gefühl, dass er ihn selbst anstarrt. „Bist Du Dir wirklich sicher …? Ich kann es nicht noch ein mal riskieren, hier her zu kommen.“    „Ja, absolut, mein Freund. Meine Flucht wuerde den Tod von vielen unschuldigen verantworten und das vollkommen sinnlos. Ob ich bei Euch bin oder hier, ich kann nicht mehr und nicht weniger tun. Aber wenn ich hier bleibe, kann ich kostbare Leben verschonen.“     Ursidae bekommt vom weiteren Gespraech und um sich herum nichts mehr mit, in seinem Kopf ueberschalgen sich die Gedanken. Er hat die Wahl, er hat Macht. Was er einfach nicht begreifen kann, der Alte koennte mit Rashold fliehen und bleibt freiwillig in seinem Gefaengnis, um Menschenleben zu retten? Wie verrueckt ist der eigentlich? Ursidae spuerte neid in sich aufkeimen. Neid auf einen Mut, den er niemals haette. Er wuerde sich sofort retten, koste es, was es wolle. Und genau dieses Denken, hat ihn erst in seine Lage gebracht und seine Mannschaft in Gefahr. Er hat nur an sich und seinen Ruhm, seine kleine Revolte gegen das Reich gedacht, seine Mannschaft und ihr Schicksal war ihm egal. Aber jetzt? Jetzt bedauert er fast, sie alle in diese Lage gebracht zu haben. Das Reich muss inzwischen wissen, dass die Laisviejda abtruenning ist und ihre Flotte hier her schicken. Sicher, das Schiff kann entkommen, aber nur mit dem Navigator und der war er, noch.     Eben will er sich zu Seiks umdrehen und ihm die Spiegelscherbe geben, als sich die spiegelnde Wasserflaeche vor ihm veraendert. Sie zeigt das Bild eines Seiks, der mit erhobenen Krummschwert in der Hand zum Schlag ausholt, direkt hinter ihm. Mit großen Augen erkennt er, was der Huene vor hat, duckt sich instinktiv und rollt zur Seite. Das massige Schwert landete krachend auf den Boden und spritzt eine Wasser- fontaene in alle Himmelsrichtungen. Ursidae, der immer noch Scherbe und Schwert in seinen Haenden haelt, schaut entsetzt seinen Freund an. Sein eigenes Lebenslicht flackert, so erschuettert ist er ueber diesen Verrat. An Bord hat Seiks sich nur auf die Seite der Meuterer gestellt, sie angefuehrt, das haette er ihm noch verzeihen koennen. Aber Mord? Ihr erschalgen, seinen eigenen Freund?    „Warum, Seiks?“ Gebrochen und vorwurfsvoll wirft Ursidae die Worte Seiks ins Gesicht.    „Mach es Dir und mir einfach, Ursidae. Lass mich einfach dafuer sorgen, dass Du verschwindest.“ Seiks steht mit hassverzehrtem Gesicht breitbeinig da, das schwere Krummschwert in beiden Haenden bereit zum Schlag. Seine von giftig gelben Luegen durchsetzter Lijwhan zischelt boesartig um ihn.    „Du warst schon immer scharf auf meinen Posten, hab ich recht, Seiks? Kapitain des besten und schnellsten Schiffes aller Zeiten. Das Pack nach Nemundur schaffen und die SpielWelt vom Licht saeubern. Das ist es doch, was Du willst?“ Kaum hatte Ursidae es ausgesprochen, merkt er, wie er ganz ruhig wird. Ja, er hatte diesen Posten nie gewollt, doch das Dunkle Reich zwang ihn dazu. Langsam, ganz langsam fuegt sich in seinem Kopf etwas zusammen, etwas verborgenes, ganz tief in sich vergrabenes.    „Immer schon warst Du ein Quertreiber, hast nie dem Wohle des Ganzen gedient. Immer nur das, was Du wolltest, war Dir wichtig. Du hast uns alle damit ins Verderben gestuerzt. Damit ist jetzt Schluss, Ursidae, wir werden dafuer Sorgen, dass Du fuer immer verschwindest.“    „Wir?“ Ursidae ist einen Moment erstaunt, dann begreift er.     „Er steckt hinter allem, nicht war? Er will alles Kontrollieren, jeden einzelnen hier in der Spielwelt, auch die Inseln. Deswegen versklavt er alle!“    „Du hast ja keine Ahnung.“ Seiks laesst sein Schwer auf Ursidae herabsaußen und verfehlt ihn um Haaresbreit. Geschickt weicht Ursidae aus. Was ihm an Masse und Kraft fehlt, macht er mit flinken Bewegungen wett. Allerdings ist er bereits zu lange ohne Nahrung auf den Beinen und lange kann er das nicht aushalten. Er weicht ein Stueck von Seiks zurueck und achtet darauf, ausserhalb der Reichweite seines Schwertes zu bleiben.      „Sag es mir einfach Seiks, dann koennen wir aufhoeren uns die Koepfe einzu- schlagen. Sag es mir und ich gebe Dir die Navigation. Dann koennt ihr von hier abhauen und euch retten.“ Ursidae, dessen Lijwhan immer oefter flackert, weil ihm die Kraft ausgeht, haelt Seiks die Scherbe hin. Er klammert sich inzwischen an seinen letzten Strohhalm und sieht ihn zerbrechen.    Seiks reagiert nicht, weil er weiß, dass er Ursidae ganz leicht fertig machen kann und die Macht ueber die Laisviejda sowieso bekommt. Sein Lijwhan scheint immer staerken zu leuchten und strahlen, was an seiner Wut liegt. Dem smaragdgruen ist mittlerweile giftgelb gewichen und er hat leichtes Spiel. Er geht erneut auf Ursidae zu, schneller, kraftvoller schwingt er sein Schwert und Ursidae gelingt es nur noch mit viel Muehe auszuweichen. Er keucht. Verdammt, wieso ist der Kerl in dem Brackwasser so schnell?    „Seiks, rede endlich mit mir. Waren die Jahre auf dem Weltenmeer nur Maskerade?“ Ursidae bringt die Worte nur schwer atmend heraus. Reden, sagt er sich, immer weiter reden, irgendwann muss er einfach zu Seiks durchdringen. Hastig steckt er seine Spiegelscherbe in die Innentasche seiner West und weicht immer weiter vor Seiks zurueck.    Der haelt in der Bewegungen inne, Schweiß rinnt ihn an der Stirn herab. Boshaft schaut er Ursidae an, schleudert ihm regelrechten Hass entgegen ihn. Das ist nicht mehr der Seiks, den er kennt, mit dem er zusammen das Welt enmeer befahren hat. Sie sind immer schon Grundverschieden gewesen und haben ihre Differenzen, ach was, sie zoffen sich oft bis auf Blut, aber das hier ist anders. Wo kommt der ganze Hass in Seiks her? Sein Lijwhan ist immer klar und gruen gewesen. Niemand kann sich so lange so verstellen? Niemand, es sei denn, er nutzt Hilfsmittel ... .    Jetzt erst faellt Ursidae auf, dass die Taetoovierungen an Seiks Armen nicht strahlten und fast schon gaenzlich verschwunden sind, kaum mehr sichtbar. Er versucht es erneut dimplomatisch waehrend er immer weiter vor dem Huehnen zurueck weicht.    „Seiks, was ist los mit Dir? Egal, was er Dir gesagt hat, Du musst das nicht tun.“ Doch zu spaet. Je mehr Ursidae redet, umso groeßer wird die Welle aus Zorn, Hass und Ablehnung, die ihm entgegen schlaegt. Seiks geht noch aggressiver auf Ursidae los, sein Krummschwert fuhr gnadenlos in schneller abfolge auf ihn ein. Ursidae versucht zu parieren, aber jeder Schlag scheint ihm vor Schmerz fast das Handgelenkt zu brechen, bis er sein Schwert nur noch verzweifelt mit beiden Haende unbeholfen halten kann. Dann, endlich schafft Seiks es, Ursidae auf den Boden zu draengen. Mit einem leichten Hieb schlaegt er ihm das Flammenschwert aus den Haenden und ritzt mit der Spitze seines Krummschwertes an seinem Hals. Eine feine Blutlinie bahnte sich ihren Weg herab.    „Seiks, bitte, komm schon, ich bin es, Ursidae, Dein Freund. Du willst das nicht tun.“ Ursidae sitzt am Boden und bettelt um sein Leben. Er will hier nicht so sterben, er- schlagen in einer Brackbruehe von dem Mann, den er immer schon als seinen Freund betrachtet hat. Doch die Augen seines Fruendes sind verscheunden. Eine Mauer aus Kaelte und Hass blickt auf ihn herab. Er erhebt sein Schwert und holt zum letzten Schlag aus. Ursidaes Knie fangen zu zitterten an, ihm wird kalt. So also fuehlt sich das Ende an, denkt er und wartete auf den letzten Schlag. Seiks laesst sein Krummschwert mit einem markerschuetterden Schrei nieder sausen.     Augenblicke vergehen, es herrscht eine Totenstille in der Halle. Ursidae, der eben erst begreift, dass er noch lebt, oeffnet vorsichtig wieder sein Auge, um zu sehen, was den Tod so lange aufhaeelt. Was er sieht verwirrte ihn vollkommen. Seiks steht ueber ihm, den wuchtigen Krummsaebel einen Menos ueber seinen Kopf festhaltend, seine Haende zittern vor Anstrengung. Jedoch bezweifelt Ursidae, dass es am Gewicht des Schwertes liegt. In Seiks Gesicht tobt ein Orkan, er kaempft mit allem, was er in sich hat gegen eine gewaltige Macht. Dann oeffnet er den Mund, versuchte etwas zu sagen. Nur muehsam kommen ihm die Worte heraus.     „... ich … kann … das … n-n-n-nicht.“ Kaum hat Seiks die Worte ausgesprochen, faellt der Kampf von ihm ab. Er laesst  kraftlos den Krummsaebel sinken. „Ich kann Dich nicht toeten.“     Ursidae sieht ihn lange an, nimmt die Veraenderung im Gesicht und dem Lijwhan seines Freundes wahr, der wieder gruenlich wird. Seiks schuettelt benommen seinen Kopf und blickte sich um, als ob ein Fluch von ihm abfaellt. Fragend blickt er in die Augen von Ursidae, geht dann vorsichtig auf ihn zu und streckte ihm in einer Freundschaftsgeste die Hand entgegen. Das Gesicht gequaelt.    „Es tut mir leid.“  Ursidae ist zu kraftlos und zu verwirrt. Er greift ohne nachzudenken seine Hand. Aber kaum haelt Seiks sie fest, entreißt er ihm blitzartig die Scherbe aus der Westentasche. Seiks haelt den Gegenstand in seiner Hand und weicht schnell von Ursidae zurueck, sein Lijwhan verfaerbte sich augenglicklich ins gelbliche zurueck.     „Ich kann Dich allerdings auch nicht laufen lassen. Du weißt zu viel ueber die Welt.“  Ursidae erkennt, was Seiks vorhat und versucht sich aus dem Wasser auf Seiks zu stuerzen. Doch zu spaet, Seiks spricht schon die verehrenden Worte aus.     „Barasch dèl yolt, Ursda, wor al galum washdah bru sejèy. Dèl yolt arni, dèl yolt da Anundur.“    „Ich bin Ursidae, Pirat und der Geist ... .!“ Weiter kommt er nicht. Waehrend Seiks seinen Bannspruch vollendet schwinden ihm immer mehr die Sinne. Er nimmt noch ein grelles Licht wahr, Waende, die sich weit von ihm entfernen und dass alles um ihn herum irgendwie groeßer wurde. Er wird muede, unendlich muede, er wehrte sich mit aller Kraft, weil er etwas verhindern will, aber er weiß nicht mehr, was es ist. Er muss ... , muss ... wach ... . So sehr er auch kaempft, letztendlich gewinnt die Muedigkeit. Er fuehlt sich nur noch unendlich schwer und schließlich laesst er los und schlaeft ein.     Als er aufwacht, nimmt er alles verschwommen war. Er lehnt an etwas kalten, harten, waehrend ihm eine Pfuetze aus Wasser staendig wie von selbst einen kleinen Schwall ueber den Kopf klatscht. Irgendwie kann er es nicht glauben und doch ist da was grinsendes vor ihm im Wasser und spritzt immer wieder hoch. Es stinkt bestialisch, er ist voellig durchnaesst und als er versucht, sich aufzurichten, will es ihm nicht so recht gelingen. Mehrmals stemmte er sich auf seine Arme und Beine, aber bricht immer wieder zusammen und landete mit dem Hintern im Wasser.    „Wie geht es Dir?“ Die Pfuetze kann ja sprechen? wunderte sich Ursidae. Weil er nicht antwortet, kam sofort wieder ein Schwall Wasser auf sein Gesicht zu. Er schluckte vor Ueberraschung, hustete und spuckte sofort wieder einen Teil des Ekelwassers aus.    „Hey, wach endlich auf.“ Die Stimme klingt fast panisch. Ursidae schuettelte den Kopf und zwingt sich, wach zu werden. Es dauerte einen Moment, aber er schaffte es nach ein paar Kajim`s klar zu sehen und schaut sich vorsichtig um.     „Du bist ja immer noch hier.“ Stellt er fest und mustert den ueberdimensionalen Wasserdrachen vor sich, den er eben noch fuer eine Pfuetze gehalten hat. Seine Stimme klingt genauso muede, wie er sich fuehlt.    „Haette ich vielleicht weg fließen und mir euer Spiel hier entgehen lassen sollen?“     „Du haettest ja auch eingreifen koennen.“ kontert Ursiade schnippisch.    „Du haettest ja auch jederzeit zu spielen aufhoeren koennen.“ Ursidae oefnet den Mund und ist sprachlos. Sein Hirn funktioniert irgendwie noch zu langsam, vermutet er.    „Wie, ich haette jederzeit aufhoeren koennen?“ fragt er den Drachen nach einer schieren Ewigkeit erstaunt.    „Klaro. Hast Du das nicht gewusst?“ Der Drache faengt wieder an, seine Pfoten zu lecken. Wasser spritz dabei auf Ursidae herab, der sich schuettelt und mit seinen Haenden ueber sein Gesicht fahren will. Er healt mitten in der Bewegung inne und schreit aus Leibeskraeften. Panisch dreht er seine Arme in alle Himmelsrichtungen und fasst sich dann an den Kopf und schreit weiter, wie am Spieß.    „Was zum Klabauter ist passiert? Ich hab keine Haende mehr!“ kreischt er wieder und wieder und starrt verzweifelt auf seine Arme und an sich herab.    „Nun ja, Du bist mit einem … Bannspruch belegt.“ antwortete der Drache mitfueh- lend und unterdrueckt ein amuesiertes Lachen so gut es ging. Etwas leiser fuegt er nach ein paar lautlosen Lachern hinzu, „Geschieht Dir recht, schließlich wolltest Du das Gleiche mit mir machen.“ Sein Kopfnicken unterstreicht die Aussage.    „Nein, wollte ich nicht.“ Ursidae setzt sich auf und musterte sich jetzt von oben bis unten. „Gott, was ist aus mir geworden? Ueberall sind ... Haare.“    Der Drache schaut ihn nun doch voll und ganz mitleidig an. „Nun ja, ich koennte es Dir sagen, aber …“.    „Aber?“ will Ursidae unbedingt wissen, als der Drache verstummt.    „… aber Du wuerdest es mir nicht glauben.“     „Doch, doch, ich glaube Dir. Sag schon, was ist mir passiert?“ Ursidae schaut immer wieder an sich herunter, dreht den Oberkoerper und versuchte sich von allen Seiten zu betrachten.     „Du bist ein Baer geworden.“ versucht es der Drache vorsichtig.    Ursidae haelt mitten in der Bewegung inne und starrte den Drachen mit offenen Mund an. Er hat ja alles vermutet, aber darauf war er einfach nicht vorbereitet.    „Was? Nein, kann nicht sein.“ nuschelte er leise vor sich hin und starrt immer wieder auf seine Armstuempfe, an denen jegliche Finger fehlen.     „Nein, ein Baer ist groß und hat Krallen und Zehen. Aber ich, ich bin irgendwie ... klein und ohne irgendetwas krallenartiges versehen.“ Tatsaechlich ist der Drache fuer Ursidae jetzt fast doppelt so groß, ebenso die Halle.     „Vielleicht wachsen die ja noch.“ Der Drache schaute weg und huestelte. Mitleidig und flehend blickt Ursidae zum Drachen auf.    „Was habe ich Dir gesagt, Du glaubst mir nicht.“     „Zeig es mir.“ bettelt Ursidae leise.    „Das koennte ich. …. aber was ...“ Der Drache zoegert.    „ ... was?“ hackt Ursidae nach.    „Was, wenn ich keine Lust dazu habe.“ Damit sauste er erst mal durch die Halle und laesst den verdatterten Ursidae sitzen.    „Was? Wie kannst Du jetzt keine Lust haben. Bitte, komm schon. Wie sehe ich aus?“ Ursidae versucht aufzustehen, was eine unglaubliche Anstrengung fuer ihn ist. Un- beholfen und an die Wand gestuetzt humpelt er dem Drachen hinterher. Er kommt aber auf seinen kleinen Beinen nicht so schnell vorwaerts und hat zudem Schwierig- keiten mit der Kooordination seiner Bewegung. Schließlich stolpert er ueber seine Beine und plumpst kopfueber ins Wasser zurueck. Nur mit Muehe kann er seinen Kopf ueber dem Wasser halten. Wuetend trommelt er mit den Armen darauf ein.     „Verdammt noch mal, was ist mit mir los?“ Der Drache hatte endlich erbamen, setzt sich neben ihn auf den Boden und schaut auf ihn herab. Dann laesst er einen Schwall Wasser auf Ursidae regnen.    „Hey, was zum Henker soll das denn?“ schimpft Ursidae, und spuckt. Gleich darauf sieht er jedoch, was das soll. Vor ihm auf dem Boden hatte sich erneut eine spiegelnde kleine Stelle im Wasser gebildet. Er blickt angestrengt hinein, aber das, was er da sieht, kann unmoeglich war sein. DAS sollte er sein?     Aus der Spiegelung schaut ihm ein kleines haariges und sehr trauriges Gesicht entgegen, dessen Lijwhan kaum noch ein Hauch ist. Es ist das eines Baeren, es hat eine Schnauze, ein Knopfauge, große Ohren. Jedoch ist es eindeutig kein Gesicht eines Tierbaeren und schon gar nicht sein eigenes. Dieses Gesicht, dass ihn anstarrt, traegt eine Augenklappe, genau wie er. Es hat die gleiche grau-blaue Augenfarbe auf dem einen Knopfauge, genau, wie er, allerdings …
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Spielwelt-Ursidae-Verwandlung2
   „... ein          Ursidae schaut entsetzt zu dem Drachen auf.    „Hm, nicht ganz. Ein Piratenteddybaer. Immerhin hat er Dir Deine Klamotten gelassen und so schwarz und verdreckt mit der Augenklappe gehst Du eindeutig als Pirat durch.“ ergaenzt der Drache sarkastisch.    „Wie um alles in der Welt konnte denn das geschehen?“ Ursidae ist voellig ausser sich.    „Er hat Dich in einen Teddybaeren verwandelt und Du Dich in einen Piraten. Ganz einfach.“    „Ganz einfach, klar.“ Ursidae steht auf und versucht ein zweites Mal zu laufen. Sofort faelt er wieder hin und plumpst wie ein Baby, dass die ersten Schritte versucht auf den Hintern. Genau wie ein Teddybaer fehlen im auch Haende und Fueße, seine Gliedmaßen enden in den fellige Stuempfen, was es extrem schwierig fuer ihn macht, zu laufen oder zu greifen. Aber Ursidae gibt nicht auf und entwickelt einen unglaublichen Ehrgeiz. Er versuchte es erneut, faellt wieder hin und robbt schließlich irgendwie durch das Wasser die lange Halle entlang.    „Wo willst Du hin?“ fragt ihn der Drache erstaunt.    „Hier raus. Ist doch wohl klar. Ich muss den Bann aufheben. Ich muss mir mein Schiff wiederholen. Und ich muss Seiks den Hals umdrehen.“     „Ähm, der Ausgang ist in dieser Richtung.“ Der Drache zeigt mit einer Wasserkralle der linke Pfote auf die Wand hinter ihm. Ursidae haelt mitten in der Beweung inne und schaut verdattert von der Wand zum Drachen.     „Wieso ist hier der Augang? Hier ist nur Wand?“     „Der Ausgang ist da, wo Du ihn haben will.“ nuschelt der Drache huestelnd vor sich hin. Ursidae ist das alles zu viel. Er glotzt den Drachen lange mit offenen Maul an und ignoriert eisern die vielen Beshmi sinnloses durch das Brackwasser stapfen. Statt dessen robbt er einfach fluchend und maulend der Wand entgegen, ohne weitere Fragen zu stellen.    „Verdammt“, schimpft er. „Verdamt, verdammt, zum Klabauter, verdammt. Ich Ursidae muss auf Teddybaerbeinen zum Ausgang wackeln? Was fuer eine Welt.“     Der Wasserdrache beobachtet eine Zeit belustigt, die Kleinkindrabbelversuche von ihm, dann senkt er den Kopf herab und fragt spitzbuebisch.     „Wie willst Du denn ueber das Meer kommen, hm?“    „Mir faellt schon was ein.“ Ursidae hat sich eine Technik aus Robben und krabbeln zugelegt und kam so dem Ausgang Stueck fuer Stueck naeher. Welchen Anblick er dabei macht, will er sich gar nicht vorstellen. Er weiß, dass Seiks mit seinem Schiff laengst ueber alle Berge ist. Wenn er das Geheimnis der Gezeitenbruchglasscheibe kennt, dann kann er auch das Schiff navigieren. Dieser elende Hund, flucht Ursidae immer wieder vor sich hin.     „Ich koennte dich ueber das Meer bringen.“ meint der Drache schnippisch und be- trachtet eindringlich seine Wasserkrallen. Ursidae haelt mitten in seiner Bewegung inne, setzt sich aufrecht hin und schaut mit seinem Knopfauge den Drachen an.     „Du? Wie denn?“ Dabei versuchte er mehrmals energisch seine Arme zu verschraenken, gibt dann jedoch auf und laesst sie seitlich runter baumeln.    „Nun ja,“ faengt der Drache an, „ich kann Dir ein Boot besorgen und Dir helfen, damit ueber das Wasser zu … segeln.“    Ursidae ist verbluefft. „Ein Boot? Fuer mich? Wirklich?“    Der Drache ziert sich ein wenig. „Aehm ... , es ist schon irgendwie ein Boot. Aber jedoch ein sehr ... kleines und nachdem Du so klein … .“    „Schon gut, schon gut, in Ordnung. Es wird fuer mich schon reichen.“ Ursidae merkt, dass er wuetend wird, wenn es um seine momentane Groeße geht und beendet schnell das Thema. Vor Freude jauchzend fließt der Wasserdrache davon. Ursidae verflucht wahrend- dessen seine Dummheit. Wie konnte er Seiks nur so unterschaetzen? Allerdings was hat er am Ende gesagt? Er ist zu gefaehrlich fuer ihn und die anderen? Was weiß er denn schon? Er hat die Wahl, ja. Aber welche Wahl? Es gab einen Einschlag des Inghros auf der Plattform und eine Schockwelle in der gesamten Spielwelt. Na gut, aber was machte dieses Wissen so gefaehrlich?     Waehrend er so gruebelnd in der stinkenden Bruehe sitzt, eilt der Wasserdrache zurueck und spuelt Ursidae erst mal regelrecht durch die Halle. Hustend und wuergend kommt er an der Ausgangswand an und rauscht schnurstracks durch die dunkle Oeffnung hinaus. Zu seinem entsetzen zappelt er noch ein paar Camons in der Luft, bevor er kopfueber in irgendetwas weichem landet. Benommen bleibt er einen Moment liegen. Als er umstaend- lich versucht, irgendwie in eine halbwegs sitzende Position zu gelangen kommt der naechste Schock. Vor ihm in der Mitte ragt ein langer Stil in den Kemelom hinauf, an dessen Ende eine ihm sehr bekannte, bogenfoermige Kruemmung ist. Das alles wird Ursidae im Moment zu viel. Erst verraet ihn seine Mannschaft, dann versucht sein Freund in zu toeten, verbannt ihn statt dessen in einen Teddybaeren und jetzt das! Ursidae ist stinkwuetend und starrt zu dem Wasserdrachen hoch, dessen grinsender Kopf aus dem Durchgang aeußerst belustigt heraus schielt.   „Bist Du vollkommen verrueckt? In dieser Mininußschale von Buntschirm kann ich doch unmueglich ueber das todbringende Meer segeln!“
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SpielWelt® ist eine eingetragene Marke.

Es wird Zeit,

diesen Ort wieder zu verlassen und zu den anderen zurueck zu kehren.

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