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SpielWelt - WebBook - Teil 1  Ursidae
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Es wird Zeit, diesen Ort wieder zu verlassen und zu den anderen zurueck zu kehren.
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„Was war das?“ „Woher zum Viejenver soll ich das wissen, Seiks?“ Der dunkelhaeutige Huehne hat den Blick erhoben und studiert die Glasdecke aus Laisviej ueber sich ganz genau. Unruhig bewegen sich seine Augen hin und her, suchend, lauernd, dann klaert sich sein Blick. „Urs, da ist etwas!“ Die Stimme des Huehnen klingt alamiert, waehrend er langsam sein maechtiges Schwert aus der Scheide an seinem Ruecken zueckt. „Was? Was ist da?“ Der kleinere Mann neben ihn hebt kurz den Kopf, damit seine Augen ueber das Glas huschen koennen, ehe er seine linke Hand vorsichtig an den Halfter an seinem linken Bein sinken laesst. Mit seiner Rechten haelt er weiter das Steuerrad fest. Er traegt eine Klappe auf seinem linken Augen und wirkt ebenso gefaehrlich wie der Huehne. „Ein schmaler Riss im Raum Urs. Ganz fein, kaum erkennbar. Er schließt sich gerade.“ Seiks Stimme klingt betont unscheinbar, dennoch reagiert der Mann am Steuer schnell und geht einen Schritt zurueck. Mit einem wuchtigen Hieb stoeßt der Huehne sein Schwert in den Riss und schafft so eine kleine Oeffnung. Glas splittert in alle Richtungen davon, waehrend er finster und grimmig hindurch schaut.
„Und? Was siehst Du?“ Statt einer Antwort schuettelt der Huehne nur seinen Kopf und schnaubt. Seine Augen huschen unruhig hin und her, als ob sie nicht wissen, was sie zuerst erfassen sollen in dem ... vielem auf der anderen Seite. Dann erstarren seine Pupillen fuer einen Herzschlag und ein feines Laecheln huscht ueber sein Gesicht, fluechtig, kaum warhnehmbar.  „Verdammt, was Seiks?“  Der Huehne antwortet immer noch nicht. Er starrt weiterhin durch die Oeffnung, die sich langsam ueber ihm schließt, eisern das Kostbare festhaltend, das er dort auf der anderen Seite sieht.  „Seiks, zu, Viejenver, antworte endlich!“ „Urs, es ist viel Schlimmer, als wir gedacht haben. Sie ...“ ein unsicheres Zoegern,   „... beobachten uns.“  
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   Einsam und verlassen treibt er mitten im schwebenden Weltenmeer. Er besitzt nur noch das Wenige, das er bei sich trug, als er sein Schiff verlassen musste. Als alles weitere seinen Lauf nahm. Sein Schiff, seine geliebte Laisvijeda, segelt jetzt im Augenblick irgendwo im Weltenmeer ohne ihn mit seiner dreimal verwuenschten Mannschaft und seinem verfluchten Steuermann Seiks. Wenn er nur daran denkt, will er am liebsten Gift und Galle spucken. Sein Schiff! Der Kerl hat sich einfach sein Schiff gekrallt und ihn verbannt in einen ... !    „Puaaeh!“ Wuergend spukt er Fell in das Wasser, dass sich inzwischen in seinem Behelfsboot angesammelt hat, und bricht den Gedankengang ab. Nein, jetzt will er nicht mehr ueber all das nachdenken. Er hat weit aus groeßere Probleme, als Seiks ... dieser, dieser ... „MUAWRCHRR!“ Wird er den Gedanken an dieses ... denn niemals mehr los! Jedes Mal, wenn er an dieses ... denkt, schaeumt er vor Wut. Seit Seiks ihn am Nihaijsthar, am Sternenturm, hintergangen hat, geht er die Szene in seinem Verstand immer wieder und wieder durch und sucht fieberhaft nach seinem Fehler. Und warum zum Klabauter wird er das Gefuhel nicht los, nicht allein zu sein? Als ob jeder seiner Schritte irgendwie von etwas Unsichtbarem beobachtet wird? Er widersteht nur mit Muehe den staendigen Impuls, einen Punkt im Nichts hinter sich anzustarren. Was zur Hoelle hat Seiks damals in dem Riss nur gesehen? Und wie hat der Kerl das nur geschafft? Wie hat er ihn so ueberrumpeln koennen? Er koennte sich verfluchen, dass er zu abgelenkt war ... .    Nein, er will das hier nicht. Er will zurueck, auf sein Schiff und zu dem vermaledeiten Sohn eines Wuestendreckfressers. Schließlich hat ihm sein neuer Freund erklaert, dass es moeglich ist, sein Schiff zurueck zu bekommen, wenn er es wirklich will. Aber irgendwie fehlt ihm dazu die Fantasie. Er ist jetzt irgendwie ... nun ja, klein und haarig und treibt in einer winzigen Nussschale umher, also wie soll sich alles wieder aendern?  „Denk Ursidae, denk nach.“     Er weiß, dass er sich endlich mit dem grauen Glibberzeugs in seinem Kopf befassen sollte, in dem sein Verstand Ideen hervor zaubern kann. Aber aus irgendeinem Grund hat er das Gefuehl, dass sein Glibberzeugs vollkommen verschrumpelt und vertrocknet ist, weil es so schlecht funktioniert. Der Verstand kann Ideen erzeugen, die Ursachen sind, Ursachen, die dann zu Auswirkungen fuehren – zu seiner Rettung, zu seinem Schiff, zu seiner Freiheit. Zumindest hat ihm das sein Wasserfreund erzaehlt. Jedoch ist ihm diese Art des Denkens vollkommen fremd und er hat nur Leere in seinem Kopf, keine Bilder und schon gar keine Vorstellung. Ideen sollen einfach so im Aehter umher schwirren? Er, Ursidae soll sie sogar mit seinem Bewusstsein wahr nehmen und mit Taten Wirklichkeit werden lassen? Bewegt sich sogar mit seinem Bewusstsein durch diesen Ideenfundus? Er soll sogar selbst eine von diesen Ideen sein?     „Pah! Was fuer eine gequirlte Arachnoidenrotze.“ So einen Humbug kann sich nur sein komischer Freund ausdenken - ein Irrer. Je laenger er darueber nachdenkt, umso mehr will er seinem Wasserfreund den Hals umdrehen. Es klingt einfach zu sehr, wie die Wahnvorstellungen eines Spinners, eines vollkommen unzurechnungsfaehigen Spinners. Andererseits hat er momentan nicht viele Moeglichkeiten, als eben diesem Spinner zu vertrauen, der ihm immerhin eine Fluchtmoeglichkeit beschafft hat und mit Wasser gut umgehen kann. Zwei sehr hilfreiche Eigenschaften, wenn er bedenkt, in was fuer eine heikle Lage er sich gerade befindet, mutterseelenallein durch ein riesengroßes und unendlich tiefes Weltenmeer zu treiben, waehrend dort unten in den Tiefen der Tod auf so was kleines, schmackhaftes, wie ihn lauert. In seinem derzeitigen Erscheinungsbild, so winzig und ... ohne sein Schiff, ist er die Hauptmahlzeit auf jeden Speiseplan der Meerestiefe.    Eine Bewegung links von ihm und ein hinterher huschender, sehr großer und umleuchteter Schatten unter der Wasseroberflaeche reißt ihn aus seinen Gedanken.  „Was zum Klabauter ist das?“ Etwas verunsichert, beugt sich Ursidae nach vorne ueber den Rand seines Behelfsbootes und schaut angestrengt ins dunkle Wasser unter ihm. Bunt marmorierte Lichter tanzen darin umher, kleine Schatten ziehen langsam vorbei, doch sonst entdeckt er nichts Gefaehrliches in den Meerestiefen. Er hebt den Blick und sucht fieberhaft das Meer rings herum ab. Erst als er keinen weiterer Schatten unter der Wasseroberflaeche entdecken kann, laesst er sich wieder zurueck sinken und versucht, zu entspannen.     „Ruhig bleiben und an das Gute denken, bis ich zurueck bin,“ hat ihm sein Wasserfreund gesagt, „sonst ziehst Du nur wieder Unheil an. Und darin bist Du ja spitze. Ruhig bleiben! Gutes denken? WIE DENN?“ Schreit er muerrisch in die Weiten des Meeres hinaus. Der Schatten hat ihn voellig verunsichert. All die Monster der Tiefe tauchen in seinem Geist auf, die ihn mit einem Happs verspeisen koennten. Vom herkoemmlichen Riesenkraken ueber Monster und Seeungeheuer bis hin zu sehr fiesen Tiefseeanglern. Miese, haessliche und Furcht einfloessende Fische, die tief unten im Meer auf Schiffbruechige warten, um sie von der Wasseroberflaeche zu angeln. Kaum treibt ein armes Opfer hilflos im Weltenmeer vorbei, laesst der Tiefseeangler seinen leuchtend orangefarbenen „Rettungsring“ an die Oberflaeche treiben, an dem sich das Opfer sogar noch dankbar klammert. Es haelt ihn schließlich fuer einen Rettungsring, von jemanden, der ihm helfen will. Was das Opfer allerdings nicht weiß, der Ring ist mit dem Fisch in der Meerestiefe mit einer Art Gewebeleine verbunden. Kaum hat der arme Ertrinkende den Ring ergriffen, schliessen sich mehrere Fangarme daraus um ihn und ziehen ihn hinunter in die Tiefe - direkt in den Rachen des Untiers. Der Arme kann dann nur hoffen, schnellstmoeglich zu ertrinken.     Unter all diesen Bedingungen ist es bisher schon mehr als ein Wunder, dass Ursidae in seiner Mininussschale bis jetzt ueberhaupt ueberlebt hat. Was ihn jedoch voellig fertig macht, ist eine winzig kleine Tatsache. Er entsinnt sich nicht mehr, wie er vor seiner Verwandlung ausgesehen hat. Er weiß nur, dass er ein Swelom war und stets schwarze Kleidung trug, aber wie er aussah, wie sein Spiegelbild aussah .... dazu fehlt ihm jede Erinnerung. Und DAS macht ihm ... Angst. Er schnauft schwer und schließt sein Auge.  Zum wiederholten Mal spielt er in seinem Geist die Erinnerungen an die letzten Beshmi durch ...  ... aber er kann sich einfach nicht an sein Gesicht erinnern ...
   Muerrisch und mit finsterer Miene steht er am Steuerrad, seines Schiffes Laisviejda. Neben ihm seine rechte Hand, Seiks. Der großgewachsene dunkelhaeutige Huehne verbreitet schon allein durch sein Aussehen Furcht und Schrecken. Das maechtige Krummschwert an seinem Ruecken, verstaerkt den Eindruck noch gewaltig. Die drei Ormos lange Klinge bewahrt der Huehne stets so in der Scheide, dass der Schafft des Schwertes seine Schultern breiter wirken laesst und der mit Leder verzierte Griff majestaetisch ueber seinem Kopf empor ragt. Das abgewetzte und fast schwarze Leder am Griff spricht eine sehr alte Sprache voller Kampf. Ursidae legt im Vergleich zu Seiks keinen Wert auf solcherlei zur Schaustellung - das hat er nicht noetig. Er traegt nur sein schwarzes und inzwischen stark verschmutztes Hemd, eine schwarze Lederweste und eine schwarze, abgewetzte Hose - die einzige Kleidung, die er besitzt. An diesem Ort, auf seinem Schiff der Verdammten ist nicht wichtig, was er traegt. Macht und Authoritaet sind wichtig und so lenkt er mit eisener Hand aber auch Erfahrung seit vielen Atnos die Laisviejda durch das Weltenmeer, das Danus Ma Prewrijos.     Er ist der Kapitain dieses Schiffes, dieses Sarges in die Unterwelt nach Nemundur, dem Gefaengnis in der alten Welt. Waffen, die großer als eine Hand sind, verachtet er, weswegen er offensichtlich keine bei sich fuehrt, zumindest nicht auf den ersten Blick. An seinem linken Bein ist zwar ein Halfter festgeschnallt, allerdings bei genauem betrachten sieht der Griff der Waffe darin sehr seltsam aus, mehr wie der Stiel einer Gartenschaufel denn eines Messers oder einer Pistole. Seine Haende, die die Griffe des Steuerrades eisern umklammern, stecken in schwarzen, dreckigen und rissigen Lederhandschuhen. Er hasst es, den Abschaum unten im Bauch seines prachtvollen Schiffes zu beruehren. Er hasst es, diese Verraeter nach Nemundur zu bringen, wieder und wieder, immerzu die gleiche Rute ueber das Weltenmeer. Und doch wuenscht er jedem dort unten im Gefaengnis einen qualvollen Tod und ewiges Leiden. Sie alle sind Feinde des dunklen Reiches ...  ... aber sie sind freier als er selbst es jemals sein wird.     Er lenkt seinen Blick an den Horizont zurueck und betrachtet das Weltenmeer vor sich, betrachtet die ruhige Wasseroberflaeche und die vielen Lijwhan`s darin, in der Meerestiefe. Sein eigener Lijwhan ist rein, von einem hellen Creme bis zu einem satten Gelb. Er ist sehr stolz auf sein reines Lebenslicht, das alles in einen gelblichen Schein taucht, was sich auf dem Schiff befindet.     Ein kicherndes Geraeusch weiter unten im Schiff durchbricht die Stille. Sofort wird der milchige Boden unter ihm durchsichtig und gibt den Blick auf die Quelle frei. Phagus, der zwergenhafte Koch, steht vor dem Hackblock seiner Kueche zwischen Kochtoepfen, Kesseln und Schoepfkellen. Der kleine Koch ist ein unbedeutender Inghros des Kuechenzaubers, der aus allem, selbst Dreck, noch Gourmet- und Festessen zubereiten kann. Unerlaesslich, um die Mannschaft bei Laune zu halten. Jedoch ist Phagus gerade an allem anderen, als an Kochtoepfen und Suppeneinlagen interessiert, sondern an Kraeutern und Gewaechsen von Cura. Das Lebenslicht der Schiffsheilerin ist ein Geschoepf aus Natur, Heilpflanzen und Kraeutern, die von einer doppelkoepfigen Schlage behuetet werden. Ihre gruenlicher Lijwhan verfuehrt in feinen rauchigen Lichtbahnen den Koch, waehrend er ganz behutsam und unendlich langsam ihren Mieder am Ruecken oeffnet und dabei ein Gesicht macht, wie ein Kind, dass vor dem Großen Baalan Demrush, dem Weihnachtsgott, sitzt. Aus seinen Augenwinkeln steigen luesterne, orangliche Rauchfaeden auf, sein Lijwhan breitet sich an seinem Ruecken zu Fluegeln aus. Kaum hat er ihr Mieder geoeffnet vergraebt er sein Gesicht in ihrer Weichheit und schließt genuesslich seine Augen ...    ... Ploetzlich schreckt Phagus zurueck und schaut direkt und geradezu mordluestern zum Kapitain hinauf, der ihn durch die Klarsicht beobachtet. Seine Augen funkeln boese und beginnen einen Moment orange aufzuleuchten. Dann wedelt Phagus mit seinem Stummelzeigefinger hin und her und das Laisviej verschließt erneut die Sicht auf ihn und Cura. Aber anstatt wieder milchig trueb zu werden, blendet das Glas die Ebene des Kochs einfach aus und zeigt das, was darunter ist weiterhin klar und deutlich.
   Der Kapitain reagiert nicht auf die beiden, er ist ihre Gelueste gewohnt. Er blendet gedanklich die untereste Ebene der Gefangenen auf dem Schiff ebenfalls aus und blickt stur auf das, was sich darunter befindet. Ein Einblick in das Meeresinnere. Seine Nasenfluegel beben. Dort unten in den tiefen des Meeres naehert sich schnell ein dunkler Schatten mit einem gruenen, rauchigen Lichtschein. Darauf hatte er schon lange gewartet.    „Wir bekommen Besuch, Ursidae.“ Seiks Stimme ist warm und tief. Bedaechtig langsam dreht der Kapitain ihm den Kopf zu.    „Ach, was Du nicht laberst.“ Seine Stimme ist hart, rau und voll klingend. Er senkt erneut den Kopf und behaelt das tiefe Meer eisern im Blick. Dort unten, in den tiefen des Weltenmeeres wimmelt es von Fischschwaermen, die von Raubfischen gejagt werden. Unzaehlige kleine und große Lichter tanzen in dem dunklen Meer, nur durchbrochen von langsam vorbeiziehenden Schatten, die einen farbig leuchtenden Lijwhan als Kontur haben. Gelegentlich ist tief unten im Meer ein Schatten erkennbar, der gut ueber hundert Camons misst und das Leuchten der Meeresbewohner vollkommen verdeckt. Aber in den vielen Lichter und Schatten, die kaum auseinanderzuhalten sind, interssiert sich Ursidae nur fuer einen einzigen Schatten. Dieser Schatten hat die Form eines sehr großen Fisches, der beinahe so groß ist, wie sein eigenes Schiff. Ein feines hellgruenes Licht umspielt diesen Schatten und zieht eine Lichtspur hinter sich durch das Meer - bis das Leuchten um den Schatten auf ein Mal verschwindet. Ursidae sucht verwirrt das Meer ab und beobachtet, wie sich die gruene Lichtspur langsam aufloest.     „Haben sie uns gesehen, Urs?“, fragt ihn Seiks. Er beobachtet den Schatten einige Kajim`s weiter, aber er aendert weder seine Richtung, noch wird er schneller.    „Nein.“ Anwortet er kurz und knapp, „Aber ich will wissen, wohin sie wollen?“    „Wohin?“ Seiks rechte Augenbraue schnellt steil nach oben. Hatte sein Kapitain jetzt den Verstand verloren?    „Ja! Ihr Ziel, Du Leuchte. Das da unten ist die Rhawyan, das letzte Schiff der Ato`s. So weit draußen kann sie nur ein Ziel haben.“    Seiks starrt ihn einen Moment lang irritiert an. „Wir muessen es melden. Wir koennen ihr nicht folgen. Du weißt, dass der Gefangenentransport oberste Prioritaet hat und wir den Befehl des Samrat nicht missachten duerfen.“    „Sie hat ihre Schiffsaura im ganzen Meer verstreut und geht das Risiko ein, von der ganzen Flotte entdeckt zu werden. Nur, um sie dann zu blockieren, sobald wir es bemerken? Und Du willst jetzt die Flotte rufen und dann seelenruhig warten, bis die irgendwann eintrifft? Mhm. Denkst Du wirklich, dass die da unten waehrenddessen eine Qahwapause machen, ehe sie ihren Bewegungspunkt nutzen und verschwinden?“ Ursidae hat Blut geleckt und will endlich etwas tun. Etwas verbotenes, etwas, das ihm Ruhm bringen wuerde. Ruhm und Macht und von seinem Dasein auf diesem Schiff befreien wird.    „Wir haben Befehle, Boss. Er wird es bemerken, wenn wir von der Route abweichen! Er wird denken, wir haben seine Befehle missachtet und schickt uns dann selbst ins Gefaengnis.“ Seiks bekommt Schweißperlen auf der Stirn und schaut nervoes auf das Deck zur Mannschaft hinab. Aber die nimmt von ihrer Diskussion keine Notiz, nicht so lange Ursidae es verhindert und das Glas sie vor der Mannschaft verbirgt. Er fasst den Riesen an der Schulter, zieht ihn zu sich auf Augenhoehe herab und spricht leise.     „Sie haben ihre Schiffsaura erst blockiert, als wir ueber ihnen waren und es entdeckten mussten. Verstehst Du das Seiks? Sie wollen, dass wir ihnen folgen.“   Seiks starrt ihn finster an, schlaegt seinen Arm weg und weicht etwas zurueck. „Bist Du jetzt vollkommen verrueckt geworden, Urs? Wir haben Befehl, nur Gefangene zu transportieren, nichts anderes. Keine Abweichung der Route, keine Sparzierfahrt, kein gar nichts! Wenn das Dunkle Reich das erfaehrt, sind wir geliefert und landen selber da unten. Ich mach da nicht mit.“    Ursidae verflucht innerlich die Feigheit dieses Huehnen, ueberlegt fieberhaft und schuettelt dann entschieden den Kopf. Er hat so ein Gefuehl, dass es um ihn geht, nur um ihn. Die Rhawyan hat dieses Manoever schon mehrmals unter seinem Schiff ausgefuehrt, aber er ist bisher nie darauf eingegangen. Dieses Mal aber will er es endlich wissen. Also tut Ursidae jetzt etwas, was er noch nie als Kapitain getan hat. Unbemerkt greift er in seine Weste, waehrend er weiter zu Seiks spricht. „Nein, wir folgen ihr. Es muss einen Grund geben, warum Rashard sich so einem Risiko aussetzt und eine Spur fuer uns legt, die auch jedes andere Flottenschiff des Dunklen Reichs haette sehen koennen. Sag der Mannschaft nur das Noetigste. Die Wuestendreckfresser unten duerfen davon nichts erfahren.“     Der Huehne regiert nicht und erntet einen finsteren Blick von Ursidae. Seiks hat einen starken Willen.    „WAS?“ Ursidae bruellt in regelrecht an. „Das Dunkle Reich wird davon nichts erfahren. Wir sind der Rhawyan haushoch ueberlegen. Was glaubst Du, wass der Samrat sagt, wenn die Laisviejda das letzte freie Schiff der Ato`s bezwungen hat?“     Seiks linke Gesichtshaelfte zuckt, was sie immer tut, wenn sein Jagdinstinkt geweckt wird. Die Laisviejda ist das schnellste und beste Schiff des Dunklen Reiches, und leider das einzige, was den Angriffen der Rhawyan gewachsen ist. Kein anderes Schiff der Flotte ist so ein Meisterwerk eines faehigen Inghros, der das glasaehnliche und haerteste Material in seiner außergewoehnlichsten Form vor Urzeiten gestalten konnte. Seit damals wurde nie wieder so ein Inghros geboren, der das haerteste Material in der SpielWelt beherrscht. Die Laisviejda ist damit das einzige Schiff, das Gefangene in die alte Welt bringen kann, ohne von den Ato`s oder irgend sonst etwas zerstoert werden kann. Das harte Glas schuetzt zudem vor der Energie des Portals, das in die alte, innere Welt hinab nach Nemundur fuehrt. Jedes andere Schiff wuerde augenblicklich unter dem Druck zerquetscht. Ursidae ist seit dem ersten Tag an von diesem großartigen Schiff fasziniert und es war stets ein Wunschtraum von ihm, es zu fuehren.     Dennoch hasst er inzwischen sein Dasein, tagein, tagaus nur noch in das Gefaengnis zu segeln und die Verurteilten in diese Gruft zu begleiten. Er ist ein Sklave, verdammt zu einem langweiligen Leben auf dem Meer. Er hasst sein Dasein als Totengraeber, wie er heimlich in der Spielwelt genannt wird. Er hasst es, wie dieses wundervolle Schiff voellig nutzlos ist. Lange schon lechzt er nach einem Abenteuer, um einfach mal auszubrechen und hier bietet sich ihm eine unglaubliche Gelegenheit, es zu bekommen. Einmal nur etwas wagen, das entflammt immer mehr in ihm, seitdem die Rhawyan sich zum ersten Mal zu erkennen gab. Und dennoch hat Seiks einen starken Willen, der ihn tief drin noch zweifeln laesst. Was, wenn das Dunkle Reich es heraus findet? Was, wenn er scheitert? Seiks schuert seinen Zweifel.    „Das ist Befehlsverweigerung. Du weißt, dass er niemanden erlaubt, anders zu handeln. NIEMANDEN. Auch Dir nicht, kapiert! Wir fahren weiter, wie geplant, nach Nemundur und laden das Pack dort ab!“     Ursidae weiß, das Seiks absolut recht hat. Er kann im Nachhinein nicht mehr sagen, was genau ihn in diesem Moment dazu verleitet hat, das zu tun, was die folgenden Ereignisse herbeifuehren sollte. Irgendetwas in ihm hat von dem Moment an die Kontrolle uebernommen - ihn fast magsich angezogen, der Rhawyan zum Sternenturm zu folgen. Er denkt nur noch an Ruhm und den Sieg ueber das letzte Schiff der Rebellen. Er kann einfach nicht verlieren. Ursidae trifft eine Entscheidung. Mit einer blitz- schnellen Bewegung zieht er eine kleine leuchtende Spiegelscherbe aus seiner Weste und packt Seiks grob am Arm.     Die Scherbe leuchtet kurz auf. Der Huehne windete sich augenblicklich vor Schmerzen, seine Augen werden glasig und er bricht auf den Boden zusammen. Ursidae hat ihn in dem kurzen Moment gebrochen und sieht jetzt zu, wie Seiks seine Augen schließt und gedanklich die noetigen Befehle an die Mannschaft weiter gibt. Er fragt sich in all den Verkettungen auch nicht, warum Seiks ploetzlich so schnell in die Knie geht? Statt dessen beobachet er, wie in einem Rausch seine Augen hinter geschlossenen Lidern erzittern und rasant hin und her flattern, als ob er Alptraeume hat. Jedes Mannschafts- mitglied von Ursidae erstarrt fuer wenige Kajim`s mit zuckenden, geschlossenen Lidern und erhaelt die Informationen von Seiks gedanklich ueber das Schiff uebertragen, in dessen Energie sie sich alle befinden. Nach ein paar Augenblicken oeffnet Seiks seine Augen wieder. Ursidae bruetet mit noch tieferen Furchen auf der Stirn vor sich hin und hat sich bereits dem dunklen Schatten der Rhawyan zugewandt, den sie ab jetzt weiter folgen. Er ist in einem Rausch verfallen, der ihn spaeter hart auf den Boden der Tatsachen bringen wird.   „Um den Arachnid kuemmer ich mich!“ Ohne ein weiteres Wort wendet Seiks sich ab und geht hinaus ins Unterdeck.     Ursidae schaut ihm nach und steckt unbemerkt seine Scherbe in seine Weste zurueck. Er wuerde es niemals zugeben, aber Seiks hat recht. Jegliche Abweichung von der Norm wertet das Dunkle Reich als feindlichen Angriff und handelt dementsprechend. Er begibt sich jetzt in eine aeusserst gefaehrliche Situation, von seinem Kurs in die alte Welt abzuweichen und kein Schiff des Reiches darueber zu Informieren. Vollkommen euphorisch, wenigstens einen Moment aus seinem tristen tagtaeglichen Dasein als Faehrmann auszubrechen und etwas verbotenes zu tun, macht er einfach weiter. Wenn die Rhawyan die Faehrte wirklich fuer ihn gelegt hat und die Richtung beibehaelt, kann er endlich einer Sache auf den Grund gehen, einer alten Legenda, die weit draußen am Rande des Weltenmeeres seine Wurzeln haben soll und die er schon seit langem besitzen will, um sein Leben zu aendern. Das Spiel des Traeumers soll dort draußen verloren sein, ein machtvolles Instrument, mit dessen Hilfe jeder Herr ueber sein Leben werden und frei sein kann. Die Gelegenheit will Ursidae sich nicht nehmen lassen. Der Huehne erscheint wieder an seiner Seite, schweigend und verbittert. Ursidae will nicht wissen, wie Seiks den Arachnid ruhig gestellt hat - was ein weiterer Fehler der nachfolgenden Ereignisse ist. Aber er behaelt von jetzt an Seiks genau im Auge.     Weitere Beshmi spaeter wird er ploetzlich aus seinen Gedanken gerissen, als er ein seltsames Gefuehl wahr nimmt. Der Raum um ihn und Seiks vibriert einen Moment lang, beide Maenner suchen schwankend Halt und werfen sich alamierte Blicke zu. Sie haben eben eine starke Verschiebung der Energie in der SpielWelt wahrgenommen, doch das wird Ursidae nicht bewusst. Er spuehrt eine Erschuetterung, die das gewaltige Meer hin und her schwappen laesst und die Laisviejda zum Spielball der Wellen macht. Seiks zueckt mit einer einzigen fließenden Bewegung sein massives Krumschwert und geht sofort in Kampfstellung. Versucht es zumindest, denn er ist mehr damit beschaefftigt, sein Gleichgewicht zu halten. Ursidae gibt sich ruhiger und greift erst mal mit seiner linken Hand an den Griff seines Holsters, waehrend er sich weiter krampfhaft am Steuerrad festkrallt. Jeder Muskel in Ursidae ist bis aufs Aeußerste angespannt, fieberhaft sucht er alle Himmelsrichtungen nach Feinden ab - so gut es in dem Geschaukel eben moeglich ist - entdeckt aber nichts.     „Ich hab`s Dir doch gesagt, Urs.“ Seiks Stimme ist panisch. Er wirft seinen Kopf suchend in alle Richtungen, waehrend er immer noch um sein Gleichgewicht bemueht ist.     „Das Dunkle Reich findet es immer heraus, sobald jemand vom Kurs abweicht. Sie stecken uns alle in die Hoelle dort unten! Ich ... “     „Halt endlich die Schnauze, Seiks.“ unterbricht in Ursidae barsch. Die Information, die das Schiff Ursdiae gerade geistig in mehreren schnellen Bildern vermittelt, erschuettert in ins Mark. Der Kapitain ist der Einzige, mit dem die Energie des Schiffes ueber alles kommuniziert. Das Dunkle Reich oder besser gesagt eine Armee von Greifern des Reiches, kommt in sehr rasanten Tempo genau auf sie zu. Ursidaes Gedanken ueberschlagen sich, denn einen voellig ausflippenden Huehnen kann er jetzt ganz und gar nicht gebrauchen.     Es dauert ein paar Augenblicke, ehe Ursidae am Rande bemerkt, wie das Meer sich beruhigt und das Schiff zu schwanken aufhoert. Seine Augen sind starr auf den Horizont gerichtet - auf  das drohende Unheil, das bald eintreffen wird. Seiks sendet in der Zwischenzeit der Mannschaft panisch verschiedene gedankliche Befehle, die sofort bewaffnet auf Deck stuermen. Sie haben keine Ahnung, was da auf sie zu kommt und Ursidae schweigt eisern. Bereit sein Schiff sofort unsichtbar werden zu lassen und im Ernstfall auch die Seiten zu wechseln, sollte das Dunkle Reich sich ihm und seinen Leuten fuer seine Spritztour naehern. Er wird nicht in die alte Welt ins Gefaengnis gehen, nur weil er von Freiheit traeumt. Lieber soll die Laisviejda kuenftig das zweite Trans- portmittel der Ato`s auf Wasser sein.     Er erschrickt selbst, ueber seine verraetersichen Gedanken. Wird jemand so schnell zum Verraeter, nur weil er sein Leben verteidigt? Ursidaes Leben im Dunklen Reich ist bisher nicht so schlecht verlaufen. Er befehligt schon lange das begehrteste Schiff und dart die alte Welt sehen, einen Ort, den nur Gefangene betreten - ohne Widerkehr. Was machen denn dann schon ein paar lausige Seelen, die er dort unten dem Teufel des Gefaengnisses verkauft? Zumindest bisher konnte er sein Gewissen damit beruhigen, dass es ja Verbrecher sind. Aber seitdem die Gefangenen sich so drastisch vermehrt haben und er mit seinem Schiff im Eiltempo zwischen den Ebenen hin und her segeln muss, bekommt der degradierte Totengraeber der Hoelle ganz andere Einblicke in die Gefangenengespraeche auf seinem Schiff. So ganz schmecken will ihm sein tun seither nicht mehr.    Viel zu resigniert und mutlos kauert seine Fracht sich dort unten zusammen und wehrt sich nicht mal mehr gegen die derben Schikanen seiner Leute. Sie reden von seltsamen Dingen im Reich, ueber das Verspeißen von Gefangenen der Arachniden und Verur- teilung von Unschuldigen. Ursidae bekommt von der Welt da draßen auf seinem Schiff nicht mehr viel mit. Er hinterfraegt auch nichts und macht nur seinen oeden Job. So lange er keinen Fehler macht, ist er sicher. Aber jetzt mit den Greifern im Anmarsch sieht es fuer ihn nicht mehr gut aus. Andererseits auf der Rebellenseite lautert der Tod noch schneller - oder Schlimmeres hinter den Mauern von Nemundur, dem Gefaengnis in der alten Welt. So hat er diese Option bisher gar nicht erst in Betracht gezogen, auszusteigen. Mit den vielen Gefangenen lernt er auch viele Stimmen kennen, die so etwas wie Freiheit, alte Ordnung und Erster Große Traeumer hinter vorgehaltenen Haenden fluestern. Von einem Schloss der Traeume sprach einst jemand, einem magischer Ort, der irgendwo in der SpielWelt verborgen ist? In dem das Licht eingesperrt ist und die verschollenen Treaume. Auch von dem Spiel des Traeumers hat er von einem Unseeligen erfahren.        Ursidae weiß nicht, was er von all dem halten soll? Zumal die Nennung der Worte Traeumer oder Traum im Reich bei Todesstrafe verboten sind. Doch jetzt im Moment spielt das alles keine Rolle mehr. Sollte das dunkle Reich hinter Ursidaes Richtungs- wechsel wirklich eine Verschwoerung vermuten, ist es immer noch besser, dann fuer die Rebellen zu kaempfen und mit der Laisviejda zu ueberleben, als gleich zu seinem eigenen Fahrgast hinab in die Hoelle zu werden.     Zwischen all seinen wirren und panischen Gedankengaengen realisiert er ein rauschendes Geraeusch, dass sehr schnell deutlicher und lauter wird. Ursidae konzen- triert sich mit Hilfe seines Glases auf den Horizont und sieht kurze Augenblicke spaeter die Quelle. Vor sich erkennt er eine Art hellen Lichtschweif, der sich bogenfoermig und fast durchscheinend am Kemelom abzeichnet. In dem kosmischen Himmelsleuchten ist ihm das bisher voellig entgangen. Er folgt dem Bogen mit seinem Blick bis zu dessen Spitze, die knapp ueber dem Wasser endet. Dann werden seine Augen groß und er schreckt zurueck. Was da in rasanten Tempo knapp ueber der Wasseroberflaeche direkt auf ihn zurauscht, ist irgend ein kleines Flugobjekt, und es ist verdammt nahe. Ehe Ursidae ueberhaupt erkennt, was da vor ihm geschieht, geschweige denn ueberhaupt noch reagieren kann, ist es schon mitten in sein Schiff hinein geflogen und …
   Von einer Sekunde auf die andere ist alles um ihn herum in absolutem Stillstand erstarrt. Ein befremdlicher und auch kostbarer Moment, wenn die Zeit einfach stehen blieb und das Leben mitten in der Bewegung festhaelt, wie in einem begehbaren Stand- bild. Der glueckliche, der in dieses Foto gehen und es betrachten kann, ist Ursidae. Er macht diese unglaubliche Erfahrung hier zum ersten Mal in seinem ganzen Dasein. Er ist im Schockmoment selbst erstarrt und es dauert ein paar Herzschlaege, ehe sein Verstand erkennt, dass er sich bewegen kann. Aber das Begreifen, was sich da vor seinem Auge abspielt, laesst noch auf sich warten. Langsam loest er sich aus seiner duckenden Haltung und richtet sich vorsichtig auf, schaut sich verwirrt und fragend um und runzelt seine Stirn. Irgend etwas haette doch geschehen sollen? Irgendetwas, weswegen er in die Knie gegangen war? Was war es? Vorsichtig haelt Ursidae seine behandschuhten Haende hoch, dreht und wendet sie, dann senkt er den Kopf und betrachtet sich, tastet sich ab aber er scheint vollkommen unversehrt zu sein. Dann sieht er sich um und kann es nicht glauben.     Alles um ihn herum ist in absoluter Bewegungsunfaehigkeit erstarrt, als ob jemand die Zeit eingefroren haette. Seiks neben ihm am Steuer mitten in seinem Schwung, das Schwert mit der rechten Hand erhoben, die Muskeln an den Armen zum zerreißen angespannt, die Beine zum Sprung gebeugt. Sein Gesicht eine Maske der Furcht, der Mund weit zu einem Warnschrei aufgerissen. Ursidae geht naeher an ihn heran und wedelt mit seiner rechten Hand vor dem Gesicht des Huehnen herum. Keine Reaktion, Seiks ist erstarrt und doch lebendig. Ursidae dreht sich um und blickt durch das Laisviej auf das Deck herunter. Der kleine Jim, sein juengster Handlanger, klammert sich angstvoll an der Reling fest, das Gesicht zu einem Schrei verzerrt, fast panisch.     Ursidae schuettelt nur den Kopf und murmelt „Wuermchen.“ Er geht schnurstracks auf das Laisviej vor sich zu und prallt schmerzhaft zurueck, hart schlaegt er auf den Boden auf. Mit einem Fluch reibt er sich die Stirn, steht vorsichtig auf und beruehrt zaghaft das Glas vor sich. Es ist fest und bleibt zu seinem Erstaunen fest. Jeder Gedanke von ihm aendert daran auch nichts, das Glas verweigert sich seinem Befehl. Wie ist das moeglich? Verwirrt tastet er sich an der Glaswand aus Laisviej entlang und findet an der Ecke eine durchlaessige Stelle, wo er hinaus auf das Oberdeck gelangt.     Ursidae fragt sich noch, warum es offen ist, da sieht er einen kleinen hamsterartigen Ghalos am Boden stehen, die Vorderpfoten erhoben, als ob er irgend jemanden auf sich aufmerksam machen will. Ursidae dreht sich bei dem Gedanken erschrocken um. Ein kalter Schauer laeuft ihm ueber den Ruecken, als er an den Moment denken musste, als Seiks einen Riss in der Zeit versuchte zu oeffnen und von „sie beobachten uns“ ge- sprochen hatte. Wen Seiks mit diesem „sie“ gemeint hat, darueber schwieg der Huehne eisern, aber es klang nach verdammt vielen. Und jetzt dieser kleine Furz Ondit, der sich hier auf dem Schiff herum treibt. Kein Wunder, wenn es Worte zu futtern gibt, ist er sofort zur Stelle. Ursidae blickt angewidert zu dem kleinen erstarrten Tier herab und hebt schon sein rechtes Bein, um ihn ins Meer hinaus zu kicken. Doch ein Jucken im Nacken laesst es ihn sein Vorhaben noch einmal ueberdenken und so schnaubt er nur, senkt sein Bein wieder und murmelt, „Viel Spaß mit dem kleinen Nimmersatten hier.“, ehe er sich umdreht und weiter eilt.
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   Ursidae stuerzt an die Bruestung und schaut auf sein Deck hinunter. Die meisten seiner Handlanger dort unten sind mitten in der Bewegung gewesen, als sie die Starre ueberviel. Wie in einem Standbild eines wuetenden Mobs draengeln und boxen sie sich an die Rehling. Kumos hat es in seinem Eifer schon ueber Bord geschafft und haengt mitten in der Luft, die rechte Hand noch knapp am Gelaender, die linke vor das Gesicht gehalten. Silkra befindet sich noch auf der Rehling und ist schon zum Sprung gebeugt. Seine Arme weit ausgebreitet, um Schwung zu holen, der Oberkoerper gesenkt. Fast kann Ursidae die folgende Bewegung von ihm spueren, wie die Arme und Haende sich zusammen finden und der Koerper sich strecken wuerde.     „Wuermchen, alle miteinander.“ murmelt er enttaeuscht und beobachtet weiter.  Es liegt eine Art knistern in der Luft, die fast schon greifbar ist, deren Lebenslicht sich jedoch vor allem verbirgt.     „Was zum Dreckfresser geht hier blos vor?“ Ursidae kann sich diese Situation einfach nicht erklaeren. Erneut laesst er seinen Blick ueber sein Schiff gleiten, um es zu verstehen, doch die Antwort spielt ihr Versteckspiel sehr gut. Manche seiner Handlanger auf Deck hatten keine Zeit mehr zum Reagieren gehabt und sind in gebannter Haltung mit Blick zum Bug erstarrt. Die Gesichter eine Miene aus Angst und Unsicherheit, aber auch Kampfgeist und Entschlossenheit spiegelen sich darin. Wieder raetselt Ursidae, in was er hier geraten ist und studiert den Bug seines Schiffes genauer. Er ist vollkommen intakt, wie er durch die oberste Glasschicht des Laisviej erkennen kann.   „Also was soll das hier alles ... ?“
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   Ein weiterer Schatten, der unter seiner kleinen Nussschale im Meer vorbeizieht, holt Ursidae in die Gegenwart zurueck. Er ist jetzt schlagartig hellwach und beugt sich wieder in seinem kleinen Behelfsboot vor. Er kann nur noch sehen, dass in der Tiefe unter ihm etwas erschreckend Großes verschwindet, ein Schatten ohne Aura. Angestrengt und verunsichert beobachtet er weiter das Meer, sieht jedoch keine Bewegung mehr. Er veraenderte seine Lage so gut es geht und lehnt sich wieder zurueck. Das Meer laesst er jetzt nicht mehr aus den Augen und beobachtet jede noch so kleine Welle. Auf ein Mal zischt es links von ihm auf der Wasseroberflaeche. Ursidae schließt die Augen und stoehnt. Er hat es fast schon befuerchtet, kann es aber dennoch nicht fassen. Er ist nicht ueberrascht, als er den Kopf dreht und einen orangefarbenen Rettungsring auf dem Meer treiben sieht.  „Verdammter Mist!“, ist alles, was er noch denken kann.
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Tiefseeangler
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